23.05.2004

MATRIX FORUM

Rethinking the Net

"Best Effort Communication"

"Bis jetzt war das Internet ein System, das nach dem Prinzip 'best effort communication' funktionierte", sagt Vint Cerf, der gemeinsam mit Bob Kahn die Architektur des Internet, wie wir es heute kennen, bestimmt hat.

Gemeinsam begannen sie in den 70er Jahren das Protokoll TCP (Transmission Control Protocol ) nach den Ideen von Bob Kahn zu realisieren.

Einfachheit, "end to end" Kommunikation und kein proprietäres, sondern ein offenes System, lautete ihre Philosophie, nach der sie das "Internetwork" gestalteten. 1983 wurde TCP/IP (Transmission Control Protocol /Internet Protocol) schließlich in den Netzwerken Realität.

Das Problem mit DNS

1983 wurde auch das Domain Name System (DNS) in den Netzwerken implementiert. Es wurde von Paul Mockapetris entwickelt und von Bob Kahn als gut befunden.

Im Wesentlichen entschied man sich für DNS deswegen, weil die User sich damit keine numerischen IP-Adressen mehr merken mussten, sondern nur noch Namen. "Es gab damals auch nichts anderes", erzählt Bob Kahn.

Heute stört ihn an DNS nicht nur der hierarchische Aufbau, sondern auch, dass damit die Informationen im Netz nicht mit Rechten versehen werden können. Ein Problem, das nicht nur Verlage gelöst haben möchten.

Seit geraumer Zeit denkt also Bob Kahn darüber nach, wie man die Adressenverwaltung flach strukturieren, skalierbar reorganisieren und damit die Informationen im Netz besser managen könnte. Heraus kam das "Handle System".

Kein DNS für den Mars

Vint Cerf hat ein etwas anderes Problem mit DNS. Ihm geht es beim Aufbau eines interplanetarischen Netzwerkes nicht um Nutzungsrechte, sondern um den Wettlauf mit der Zeit.