Microsoft muss bei Mitarbeitern sparen
Trotz 60 Milliarden USD auf der Bank, will Microsoft in Zukunft mehr sparen ? und zwar bei den Zusatzleistungen für seine Mitarbeiter.
Zwar soll es weiterhin Sonderzulagen in Form von Gratis-Soda und Fitnessstudio-Mitgliedschaften geben, aber verschwenderisch wolle man nicht mehr sein.
Microsoft-Finanzchef John Connors gab den US-Mitarbeitern zuletzt bekannt, dass im nächsten Finanzjahr eine Milliarde USD eingespart werden soll.
Dafür sollen nicht nur die Aufwendungen für Reisen, Computer, Catering und "Vergnügungen" gekürzt, sondern auch einige Abteilungen zusammengelegt und effizienter gemacht werden.
Kopfgelder und Gerichtskosten
Microsoft gab im vergangenen Jahr einiges Geld für
Gerichtsverhandlungen aus. Zuletzt wurde angekündigt, den
Informanten, die dabei geholfen haben, den jungen deutschen Urheber
des Internet-Wurms "Sasser" aufzuspüren, eine Belohnung von 250.000
USD zu zahlen.
250.000 USD für "Sasser"-InformantenNur zwei Wochen Urlaub
Eingespart wird künftig auch an Medikamenten: MS-Angestellte in den USA müssen nun 40 USD zuzahlen, wenn sie ein verschreibungspflichtiges Medikament mit Markennamen kaufen, obwohl es auch von einer weniger bekannten Marke [Generikum] angeboten wird.
Weiters müssen Mitarbeiter, die ab Jänner 2005 angestellt werden, statt mit den sonst üblichen drei Wochen Urlaub im Jahr, mit nur zwei Wochen auskommen.
Die Kürzungen wurden angekündigt, während über 100 Microsoft?Manager aus aller Welt zusammenkamen, um Wege zu diskutieren, wie die Mitarbeiter-Produktivität gesteigert werden kann.
Dabei ging es vor allem auch darum, dass in letzter Zeit vor allem Sicherheitsprobleme die Geschäfte verzögerten.
Rund um die Uhr arbeiten
Bill Gates versuchte seine Angestellten zu motivieren: "Sollen wir in der Nacht überhaupt schlafen, wenn wir wissen, dass es böswillige Menschen gibt, die uns attackieren wollen und damit auch noch Erfolg haben?"
