Apple steigert Gewinn um 67 Prozent
Im vierten Quartal seines Geschäftsjahres hat Apple ausgezeichnete Zahlen vorgelegt. Der Gewinn stieg um 67 Prozent, Cupertino konnte so viele Macintosh-Computer absetzen wie nie zuvor.
Apple gab am Montag in Cupertino die Zahlen für das vierte Quartal seines Geschäftsjahres bekannt, das am 29. September zu Ende gegangen ist. Der Umsatz schnellte gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr auf 6,22 Milliarden US-Dollar [Q4/2006: 4,84 Mrd.]. Der Gewinn des Unternehmens stieg um 67 Prozent auf 904 Millionen US-Dollar [Q4/2006: 542 Mio.]. 40 Prozent seines Quartalsumsatzes verzeichnete Apple im Ausland.
Rekordverkauf bei Macs
Apple verkaufte gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr 34 Prozent mehr Macintosh-Computer; insgesamt rund 2.164.000 Einheiten. Das ist laut Angaben von Apple ein neuer Rekord für das Unternehmen.
Das Quartal sei insbesondere von dem traditionellen Computergeschäft getragen worden, sagten Analysten. Tim Bajarin von Creative Strategies führte den Computerabsatz darauf zurück, dass viele Kunden durch die Kleingeräte neugierig auf Macs geworden seien. "Es steht außer Frage, dass es bei den Mac-Verkäufen weiter einen 'Halo-Effekt' durch iPod und iPhone gibt", sagte er.
IPod-Absatz leicht unter Erwartungen
Weiters setzte Apple im vierten Quartal 10.200.000 iPods ab, rund 17 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2006, aber etwas weniger als die elf Millionen verkaufter Geräte, die Analysten im Vorfeld der Bekanntgabe der Zahlen geschätzt hatten.
Im vierten Quartal verkaufte Apple 1.119.000 iPhones. Insgesamt konnte das Unternehmen damit 1.389.000 iPhones absetzen. Das Mobiltelefon wird bisher nur in den USA verkauft. Laut dem britischen Fachmagazin "The Register" habe Apple bei der Veröffentlichung der Zahlen zugeben müssen, dass 18 Prozent der iPhone-Käufer in den USA ihre Telefone mit Hilfe von Drittanbieter-Software zum Betrieb in anderen Netzen als jenem von AT&T freischalten haben lassen.
24 Milliarden Dollar Jahresumsatz
Im gesamten Geschäftsjahr hat Apple, so CEO Steve Jobs, über 24 Milliarden US-Dollar Umsatz generiert und einen Gewinn von 3,5 Milliarden US-Dollar eingefahren. Jobs erwartet, dass auch das bevorstehende Weihnachtsgeschäft gut laufen wird.
Peter Oppenheimer, der Finanzchef des Unternehmens, zeigte sich ebenfalls sehr mit den Ergebnissen zufrieden. "Wir haben das Geschäftsjahr mit 15,4 Milliarden Dollar abgeschlossen und sind schuldenfrei", sagte Oppenheimer bei der Präsentation der Jahreszahlen. Für das erste Quartal des kommenden Geschäftsjahres stellte er einen Umsatz von etwa 9,2 Milliarden US-Dollar in Aussicht.
Apple-Aktien legten nachbörslich um etwa sechs Prozent zu [Stand: 0.39 Uhr MESZ], nachdem sie im regulären Handel bereits um 2,3 Prozent auf 174,36 Dollar gestiegen waren. Auch die Titel von AT&T, exklusiver Vertriebshändler für das iPhone in den USA, wurden um mehr als ein Prozent in die Höhe gezogen.
Deutsche iPhone-Preise kolportiert
In Deutschland wird das iPhone von T-Mobile mit Verträgen angeboten, die eine Grundgebühr von 50, 70 oder 90 Euro hätten, berichtete die "Berliner Zeitung" am Dienstag unter Berufung auf DT-Kreise.
Im teuersten Tarifpaket haben die iPhone-Kunden demnach 1.000 Freiminuten je Monat und können bis zu 300 kostenlose Kurzmitteilungen [SMS] an andere Handybesitzer verschicken. Zudem könnten die Kunden in diesem Tarif unbegrenzt kostenlos über das Mobilfunknetz oder die DT-eigenen Zugangspunkte mit drahtlosem Netzwerk im Internet surfen, schrieb das Blatt.
Das Telefonieren mit dem iPhone könnte damit teuer werden: Die Mindestvertragslaufzeit soll Berichten zufolge auch beim iPhone bei zwei Jahren liegen, zudem müssen die Kunden auch für das Telefon selbst tief in die Tasche greifen: 399 Euro will T-Online nach eigenen Angaben für das Handy verlangen.
Deutsche Verbraucherschützer haben die Apple-Strategie kritisiert, das iPhone nur einem Betreiber zu geben. Kunden anderer Mobilfunkbetreiber müssten für das Apple-Gerät den Anbieter wechseln und auch dessen jeweilige Tarife akzeptieren.
(futurezone | Reuters | AFP)
