09.05.2004

FORCIERT

T-Online will wieder mit DSL punkten

Beim größten europäischen Provider T-Online steht die Veröffentlichung eines frischen Quartalsberichts an.

Im Fokus wird vor allem die Kundenentwicklung bei DSL-Anschlüssen stehen. Nach einem unerwartet schwachen Abschneiden im Schlussquartal 2003 muss sich das Unternehmen nach Analysten-Einschätzung wieder deutlich von seinen Konkurrenten abheben, um seine bisher dominierende Marktstellung zu behaupten.

"T-Online muss Wachstum zeigen und erklären, wie es weiter geht", sagte Ralf Hallmann, Analyst der Bankgesellschaft Berlin. "Der Marktanteil von T-Online bei DSL ist sehr sensibel für die Bewertung", fügte der Analyst hinzu. In den traditionell wegen des Weihnachtsgeschäfts starken Monaten Oktober bis Dezember 2003 war es T-Online nur gelungen, rund 100.000 neue Breitband-Kunden anzuwerben.

DSL-Vermarktung wird forciert

Mit einer breit angelegten Marketing-Kampagne sollte im ersten Quartal verlorenes Terrain zurückerobert werden, hatte T-Online im März angekündigt. Analysten rechnen in den Monaten Januar bis März mit einem Kundenzuwachs auf rund 13,3 Millionen von 13,13 Millionen Nutzern Ende 2003.

Von den Konkurrenten United Internet und Freenet ist bereits bekannt, dass sie zusammen rund 130.000 DSL-Kunden in dem Monaten Januar bis März gewonnen haben. Wie T-Online umwerben sie die Internet-Nutzer mit hohen Vergünstigungen. Branchenweit ist der Erlass von zwei Monatsgebühren üblich, was bei den Anbietern zu Mindereinnahmen und zu Ergebnisbelastungen führt.

Motor der forcierten DSL-Vermarktung ist die höhere Profitabilität der Anschlüsse gegenüber herkömmlichen, schmalbandigen Internetverbindungen über Modems. DSL-Anschlüsse werfen auf Grund besserer Einkaufsbedingungen höhere Margen für die Internet-Dienstleister ab.