MCI bilanziert 22,2 Mrd. USD Gewinn
Der gerade aus dem Gläubigerschutzverfahren entlassene Telekomkonzern MCI [ehemals WorldCom] hat für das Geschäftsjahr 2003 Gewinne in Höhe von 22,2 Mrd. USD bekannt gegeben.
Der Nettogewinn beinhaltet allerdings eine Summe von 22,1 Mrd. USD im Zusammenhang mit den Bilanzierungs-Anpassungen, teilte der Konzern mit. Das operative Ergebnis konnte MCI mit 908 Mio. USD gegenüber einem Verlust von 4,2 Mrd. USD im Vorjahr ebenfalls deutlich ins Plus drehen.
Der Konzernumsatz, zusammen mit der zum Verkauf stehenden brasilianischen Tochter Embratel, ging um 15 Prozent auf 27,3 Mrd. USD zurück.
Für das Geschäftsjahr 2004 erwartet MCI Nettoverluste und einen Umsatzrückgang auf 21 bis 22 Mrd. USD. Als Gründe für die erheblichen Rückgänge werden die fallenden Preise und die Marktsättigung auf dem US-amerikanischen Telekommarkt genannt. Der Konzern hat allerdings durch das Insolvenzverfahren seine Kosten weit mehr reduzieren können als seine Konkurrenten - nach eigenen Angaben um 15 Prozent auf 23,8 Mrd. Euro im Jahr 2003 - und nun vielleicht sogar eine bessere Ausgangslage als Marktführer AT&T.
WorldCom/MCI ist saniertWieder an die Börse
Der wieder genesene Konzern wird noch innerhalb der nächsten Wochen seine Aktien wieder an der Börse listen. Die Vorlage der ausgebesserten Bilanzen für das Jahr 2003 sei eine der letzen Hürden gewesen.
In der vergangenen Woche erst hatte MCI den US-Gläubigerschutz nach Chapter 11 offiziell verlassen, nachdem der Konzern Mitte März dieses Jahres seine neu korrigierten Bilanzen für die Jahre 2000 bis 2002 präsentiert hatte.
MCI hatte seinen Gewinn für diesen Zeitraum um insgesamt 74,4 Mrd. USD nach unten korrigieren müssen.
