Protest gegen Schüler-Datensammlung
Im Zuge des seit kurzem exekutierten Bildungsdokumentationsgesetzes werden Schülerdaten wie Schulerfolg, Schullaufbahn und pädagogischer Förderbedarf künftig für 60 Jahre gespeichert.
Nicht nur das, die Daten werden auch mit der Sozialversicherungsnummer der jeweiligen Schüler verknüpft - ein Vorgehen, das nun Schüler und Eltern der HLW Auhof in Linz auf die Barrikaden steigen lässt.
498 Schüler verweigern einstweilig mit einem Schreiben die Abgabe ihrer Sozialversicherungsnummer, wozu sie das neue Bildungsdokumentationsgesetz verpflichtet.
"Deutliches Zeichen"
"Das ist der erste derartige Fall, noch nie haben so viele
Menschen auf einmal gegen das Bildungsdokumentationsgesetz ein so
deutliches Zeichen gesetzt", so Vize-Bundesschulsprecher Christian
Mayrhofer.
2001: Nationalrat beschloss Bildungsevidenz"Die Daten und der Erfolg in der Schule gehen niemanden etwas an außer die Schüler selbst. Für dieses Recht auf Persönlichkeit kämpfen die Eltern und Schülerinnen und Schüler in der HLW Auhof zurecht", so Mayrhofer weiter.
Ein Formular der ARGE Daten macht die einstweilige Verweigerung möglich. Bisher haben in Österreich nur einzelne Schüler die Abgabe der Sozialversicherungsnummer verweigert.
