Alcatel gründet Handy-Joint-Venture
Der französische Telekom-Ausrüster Alcatel gründet mit dem chinesischen Hersteller TCL Communication ein Joint Venture für die Herstellung und den Verkauf von Handys.
TCL bringt 55 Millionen Euro ein und wird 55 Prozent des Unternehmens kontrollieren, während Alcatel 45 Mio. Euro und seine defizitäre Handysparte mit 600 Mitarbeitern einbringt, gaben beide Unternehmen bekannt. Der Abschluss soll im dritten Quartal fixiert werden.
Das gemeinsame Unternehmen behält die exklusiven Vermarktungsrechte des Namens Alcatel, aber auch der Name TCL soll als Marke zum Zug kommen können.
Die bisher wichtigsten Zulieferer sollen weiter unter Vertrag bleiben, in Zukunft sollen jedoch mit Hilfe von TCL Kosten gesenkt werden.
Damit bleibt für Alcatel weiter die Option offen, sich ganz aus der Handyproduktion zurückzuziehen. Das Unternehmen behält sich die Option vor, nach vier Jahren seine Anteile an TCL zu übertragen und dafür Anteile an TCL zu erhalten. Ein Jahr später hat TCL die Option, alle Alcatel-Anteile zu übernehmen.
Käufer für Alcatels Handysparte gesuchtIn fünf Jahren unter den Top Five
Alcatel und TCL haben zusammen letztes Jahr 17,5 Millionen Handys verkauft, das Joint Venture rückt laut Angaben von Alcatel damit auf Platz sieben der weltgrößten Handyproduzenten auf.
Ein Alcatelsprecher meinte weiters, dass das gemeinsame Unternehmen zudem auch auf dem europäischen und US-Markt weiter zulegen werde, wo beide bisher eher schwach vertreten waren.
In den ersten fünf Jahren strebe man einen Platz unter den ersten fünf der Handyproduzenten an, so der Sprecher weiter.
