Google aktiviert YouTube-Filter

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16.10.2007

Googles neuer YouTube-Filter eliminiert geschütztes Material. Videos mit einer Länge von mehr als zehn Minuten werden nicht mehr angenommen.

Google hat am Montag in seinem offiziellen Weblog bekanntgegeben, den schon seit längerem angekündigten automatischen Videofilter für YouTube in einer Betaversion aktiviert zu haben.

Google nennt den Filter "YouTube Video Identification". Er soll, so Produktmanager David King, den Copyright-Inhabern dabei helfen, ihre Inhalte einfacher zu identifizieren.

Accounts löschen

Um sich vor weiteren Klagen der Medienindustrie zu schützen, will Google auch YouTube-Accounts löschen, die wiederholt geschützte Inhalte hochgeladen und damit Beschwerden der Copyright-Inhaber ausgelöst haben.

Außerdem generiert YouTube aus jedem hochgeladenen und blockierten Video eine eindeutige Identifikationsnummer [hash], sodass es unmöglich wird, dasselbe beanstandete Video mehrmals hochzuladen.

Zeit begrenzen

Videos über einer Länge von zehn Minuten wird YouTube von jetzt an nicht mehr anzeigen. Das gilt für alle Videos.

Den Medienkonzernen bietet Google ein Melde-Tool an, mit dem diese "ihre" Inhalte schnell identifizieren und mit einem Mausklick zum Löschen anbieten können.

Werbung anbieten

Google wäre aber nicht Google, wenn es den Copyright-Inhabern nicht auch anbieten würde, mit ihren von Usern hochgeladenen Videoinhalten via Werbegelder-Beteiligung Geld zu machen oder diese sogar aktiv zu bewerben. Man wolle den Inhabern der Videos die Wahl lassen, heißt es in den Erklärungen zum Filtersystem.

Seit Februar 2007 nutzt YouTube bereits das Inhalte-Erkennungssystem der kalifornischen Firma Audible Magic, das mit Hilfe von Samples in der Lage ist, geschützte Inhalte automatisch zu identifizieren.