Hitachi schrumpft Festplatten weiter
Der japanische Elektronikkonzern Hitachi berichtet von einem Durchbruch bei der Festplattenproduktion und schrumpft die Leseköpfe auf bis zu 30 Nanometer.
Die Forscher des Unternehmens haben mit Erfolg eine Schlüsselkomponente auf Nanoskala geschrumpft - ein Schritt, der gängige Speicherkapazitäten von heute bis 2011 auf vier Terabyte für Desktop-Rechner und ein Terabyte für Notebooks vervierfachen könnte.
Die Entwicklung basiert auf dem Riesenmagnetwiderstand [GMR, Giant Magnetoresistance], für dessen Erforschung vergangene Woche zwei Wissenschaftler aus Deutschland und Frankreich den Physiknobelpreis erhalten hatten, und soll am Montag auf einer Konferenz in Tokio vorgestellt werden.
Mehr Daten auf kleineren Platten
Festplatten verfügen über eine rotierende Scheibe aus Metall, auf deren hartmagnetische Oberfläche die Daten geschrieben werden, ein Lesekopf erfasst die Daten dann, indem er die magnetische Ausrichtung der Partikel auf der Platte erfasst.
In den letzten Jahren steigerten die Hersteller die Kapazität von Festplatten, indem sie versuchten, eine größere Datendichte darauf unterzubringen und die Leseköpfe sensibler zu machen - und gleichzeitig alles zu schrumpfen. Nachdem GMR dabei vor einigen Jahren bereits half, die Kapazitäten etwa jährlich zu verdoppeln, erlebt die Technologie nun ein Comeback.
GMR ermöglicht es, sehr schwache magnetische Veränderungen zu erkennen.
Bis 2009 neuer Standard?
"Wir haben die Richtung komplett geändert und haben die Materialien verändert, um bessere Eigenschaften zu erhalten", sagte John Best, Cheftechnologe in Hitachis Speicherabteilung.
Dadurch gelang es Hitachi nun laut eigenen Angaben, die kleinsten Leseköpfe der Welt in einer Größenordnung zwischen 30 und 50 Nanometer herzustellen. Best schätzt, dass die gesamte Festplatten-Branche bis 2009 auf diese Technologie umsteigen werde.
(futurezone | AP)
