"Handzahme" PCs für Senioren
Die Stadt Wien möchte in Zusammenarbeit mit der Telekom Austria [TA] mit einer Webplattform namens "Seniorkom" älteren Menschen Computer und das Internet nahe bringen.
Während in Österreich nur 25 Prozent der über 50-Jährigen das Internet nutzen, seien es in den USA bereits doppelt so viele, berichtete Martin Schmutz von der TA. Um diese Anzahl auch in der Alpenrepublik zu heben, wolle man das Internet "vermenschlichen".
Dazu wurden in der ganzen Republik 120 Personen geschult, die ab April in Veranstaltungen ihr Wissen der älteren Generation vermitteln wollen. So sind heuer mehr als 100 Veranstaltungen unter dem Titel "Seniorkom Tour" geplant, bei der sich die Senioren gratis neue Wege in der Welt des Internets erschließen können.
Außerdem hat man eine Hotline eingerichtet, die mit Rat zur Seite stehen soll [0800/100-130].
Senioren sollen verstärkt ins Netz gehenGleiche Ansprüche
"Senioren haben keine anderen Ansprüche ans Internet als Jugendliche", versicherte Marcin Kotlowski von der Plattform Seniorkom: Es solle einfacher, schneller und intuitiver werden.
Diese Ansprüche will die im Oktober vergangenen Jahres gestartete Internet-Seite Seniorkom erfüllen, die im Mai eine Erweiterung erfährt. Künftig möchte man verstärkt in Richtung "Community-Bildung" gehen, bei der die Senioren miteinander chatten und sich austauschen können.
Mittlerweile seien alle Kuratoriums-Seniorenhäuser mit Internet ausgestattet, was ebenso für die Seniorentreffs gelte, berichtete Vizebürgermeisterin Grete Laska [SPÖ]. Gefordert seien nun auch die Hardware-Hersteller, die einfache und absturzsichere Produkte auf den Markt bringen müssten.
Seniorkom
