Nummernmitnahme doch erst 2005
Der UMTS-Mobilfunkbetreiber Hutchison fürchtet, dass sich die Umsetzung der mobilen Rufnummernmitnahme bei einem Betreiberwechsel nun doch bis 2005 verzögern könnte.
Auch bei der mobilkom austria ist man angesichts des noch laufenden Begutachtungsverfahrens beim Telekom-Regulator "unsicher, ob sich das bis Weihnachten ausgeht", so mobilkom-Sprecherin Elisabeth Mattes.
Ursprünglich ist die Einführung der mobilen Rufnummernportabilität, die von der EU bereits für Mitte 2003 vorgeschrieben wurde, in Österreich bereits für Mai 2004 geplant gewesen. Danach hatte der Telekom Regulator eine Realisierung im Herbst für wahrscheinlich gehalten.
Den Mobilfunkbetreibern, welche die Umsetzung der mobilen Rufnummernmitnahme bei einem Betreiberwechsel auch nach Klärung aller Details verzögern, könnten Strafzahlungen drohen.
Telekom-Regulator droht mit PönalenStart vor Weihnachten zu riskant
Ein Streitpunkt zwischen den Betreibern ist die Art der verpflichtenden Netzansage, über die der Kunde informiert werden soll, in welches Netz er gerade telefoniert. Weiters ist noch nicht geklärt, wie die Ab- und Anmeldung für eine Rufnummernportierung funktionieren soll.
Die Handynetzbetreiber legen derzeit unterschiedlichste Gutachten beim Regulator vor, ein Kompromiss ist jedoch nicht in Sicht. Laut Hutchison-Österreich-Chef Berthold Thoma ist deshalb eine Entscheidung der Umsetzungsdetails durch den Regulator nicht mehr zu umgehen.
Eine "kundenfreundliche Lösung" werde sich in diesem Jahr nicht mehr ausgehen. Und die Einführung der Nummernportabilität kurz vor Weihnachten würde laut Thoma die technischen Systeme der Mobilfunker zusätzlich belasten und wäre deshalb sehr riskant.
Die Nummernmitnahme soll nach der Verordnung sowohl für Vertrags-, als auch für Wertkartenkunden möglich sein. Ruft man in Zukunft ein Handy an, bei dem die Vorwahl nicht mehr mit dem Netzbetreiber übereinstimmt, hört man eine kostenlose Textansage zu Beginn des Telefonates, die über die Kosten informiert.
Rufnummernportabilität ist fixEinführung dauert vier bis sechs Monate
Die Telekom Control Kommission [TKK] will im Mai einen Bescheidentwurf mit Umsetzungsdetails veröffentlichen. Dieser muss dann laut Vorgaben einen Monat lang öffentlich konsultiert werden, auf diese Konsultationsfrist folgen zwei Wochen Einarbeitungszeit für allfällige Änderungen.
Erst dann kann tatsächlich mit der Umsetzung begonnen werden, die Betreiber brauchen laut Eigenangaben vier bis sechs Monate für die Einführung.
Die mobile Rufnummernportabilität wird vor allem von kleineren Handynetzbetreibern favorisiert, die sich dadurch einen Kundenzuwachs vor allem im Geschäftskundenbereich erhoffen.
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