Mobilfunker setzen auf Musik via Handy
Der Verkauf von Klingeltönen erweist sich für Musikindustrie wie Mobilfunker als äußerst lukrativ.
Die deutschen Mobilfunkanbieter wollen nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" daher noch mehr auf den Verkauf von Msuik setzen.
Bis zum Jahresende wollen alle deutschen Netzbetreiber eine Art "mobile Jukebox" anbieten, bei der Lieder in ganzer Länge auf das Handy heruntergeladen werden können.
2003 wurden nach Zahlen der Arc Group weltweit nicht weniger als 3,5 Mrd. USD mit Klingeltönen umgesetzt, womit das Geschäft mit den Handy-Downloads schon mehr als zehn Prozent des gesamten Musikumsatzes ausmacht.
Milliardengeschäfte mit KlingeltönenBsi 2006 Drittel der Umsätze via Handy
O2-Chef Rudolf Gröger bezeichnete Musik gegenüber dem Blatt als "strategischen Schwerpunkt". Der Mobilfunkbetreiber will ab dem 1. Juni 50.000 Titel zum Download anbieten.
Nach der Prognose Grögers werden bis zum Jahr 2006 in der Musikindustrie 30 Prozent der Umsätze über den Mobilfunk eingenommen.
T-Mobile startet unterdessen Ende Mai seine mobile Jukebox, Vodafone werde in Kürze nachziehen.
Beim vierten Anbieter E-Plus werde nur darauf gewartet, bis es genügend taugliche Endgeräte zu kaufen gibt. Das Unternehmen halte die Markteinführung in der zweiten Jahreshälfte für sinnvoll.
