Austriamicrosystems will an die Börse
Der steirische Halbleiter-Hersteller austriamicrosystems [AMS] geht knapp vier Jahre nach dem Abschied vom Wiener Kapitalmarkt wieder an die Börse. Wie das Unternehmen mitteilte, ist das Listing an der SWX Swiss Exchange in Form eines öffentlichen Angebots in der Schweiz und einer internationalen Privatplatzierung vorgesehen.
Vom Börsengang verspricht man sich einen Erlös von rund 85 Mio. Euro, der die Eigenkapitalbasis der Gesellschaft für künftiges Wachstum stärken soll. Außerdem sollen langfristige Darlehen in Höhe von rund 55 Mio. Euro zurückgezahlt werden.
AMS beschäftigte mit Ende Ende 2003 806 Mitarbeiter. In dem am 31. Dezember beendeten Geschäftsjahr erzielte die Gruppe bei Umsätzen von 134,4 Mio. Euro [2002: 129,2 Mio. Euro] ein Ergebnis nach Steuern von 0,6 Mio. Euro.
In den ersten drei Monaten 2004 wurde bei 32,3 [25,2] Mio. Euro Umsatz ein Nachsteuerergebnis von 1,6 [-1,9] Mio. Euro ausgewiesen.
Steirischer Chiperzeuger trotzt IT-FlauteErst Wien, dann Zürich
Das 1981 gegründete Unternehmen gehörte zur ÖIAG, bevor es 1993 im Zuge der Vollprivatisierung an die Wiener Börse gebracht wurde. Im Juni 2000 übernahm die Beteiligungsgesellschaft Permira über die Aspern AG für 270 Mio. Euro alle Aktien und nahm die Gesellschaft von der Börse.
Als Joint Global Coordinators für das bevorstehende öffentliche Angebot wurden Citigroup und UBS Investment beauftragt.
Ein Termin für den Börsegang steht noch nicht fest. AMS ist nach dem Villacher Chipfertigungs-Ausrüster SEZ das zweite österreichische Unternehmen aus der Halbleiterbranche, das an der Züricher Börse notiert.
Indische Kooperation
2002 hat AMS eine weit reichende Partnerschaft mit deem indischen
Unternehmen Wipro Technologies geschlossen. Zweck der Zusammenarbeit
war die Entwicklung und Vermarktung von Funk-Chips mit eingebauten
Bluetooth-Funktionen.
Indisch-österreichische IT-Partnerschaft
