RealNetworks öffnet Musik-Shop in Europa
Real Networks will in sechs Monaten, spätestens jedoch in einem Jahr damit beginnen, die Services seiner Downloadplattform Rhapsody auch in Europa anzubieten.
Rhapsody wird im Gegensatz zu Apples iTunes, wo Musiktitel einzeln gekauft werden müssen, in Form von pauschalen Abonnements angeboten.
Firmenchef Rob Glaser sieht sich jedoch in Europa noch einigen Hindernissen ausgesetzt. Glaser kritisierte, dass in Europa zu wenig gegen illegale Tauschbörsen vorgegangen wird und wünscht sich härtere Strafen.
Kunden in Europa würden das Internet noch zu sehr als gratis Plattenladenersatz sehen, so Glaser weiter.
Real Networks erhofft sich außerdem nach dem EU-Kartellverfahren gegen Microsoft vor zwei Wochen seine Wiedergabesoftware Real Player als Alternative zu Microsofts Media Player an PC-Hersteller wie Dell oder HP verkaufen zu können.
RealNetworks wittert neue Absatzchancen50 Mio. Sogs bei iTunes verkauft
Auch in den USA konnten Musik-Downloaddienste erst im vergangenen Jahr Erfolge verzeichnen. Apple hat den Start von iTunes ebenfalls für dieses Jahr in Europa angekündigt.
Seit seinem Start im April 2003 hat der in den USA derzeit efolgreichste Online-Store bereits 50 Mio. Songs verkauft. Ursprünglich hatte Apple aber 100 Mio. verkaufte Songs angepeilt.
Stattdessen rechnet Apple-Chef Steve Jobs nun mit 70 bis 75 Mio. verkauften Musiktiteln bis Ende April dieses Jahres. Der fünfzigmillionste heruntergeladene Titel war laut Apple "The Path of Thorns" von Sarah McLachlan.
