Balda stoppt Produktion in Europa
IPhone-Touchscreen-Produzent verkauft Werke
Der deutsche Handyausrüster Balda will in Europa die Produktion von Gehäusen für Mobiltelefone aufgeben. Ziel sei, die Sparte Balda Solutions Europa möglichst noch im laufenden Jahr zu verkaufen, teilte die Balda AG am Freitag in Bad Oeynhausen mit.
Erste Sondierungsgespräche mit Interessenten liefen. "Es geht nicht um Entlassungen, sondern um einen Verkauf", sagte Firmensprecher Clas Röhl.
Vom Touchscreen-Boom profitieren
Gleichzeitig will sich Balda stärker auf das vielversprechende Geschäft mit berührungsempfindlichen Bildschirmen konzentrieren. Balda liefert Touchscreens für das Mobiltelefon iPhone des US-Konzerns Apple.
Ende August gewannen die Ostwestfalen zudem einen Großauftrag von einem nicht namentlich benannten Kunden für die Bildschirmtechnologie.
Zudem soll die Region Asien stärker in den Fokus rücken. Es gebe bereits Interessenten für Balda Solutions Europa mit seinen 500 Mitarbeitern in Deutschland und 150 in Ungarn.
Das Europa-Geschäft entwickelte sich zuletzt schwach und trug im Halbjahr nur noch rund 33 [Vorjahr: 60,5] Prozent zum Gesamtumsatz bei. Der Verkauf soll ab 2008 für Einsparungen sorgen. Die verbleibenden Aktivitäten, also das Touchscreen-Geschäft und die Produktion von Handyschalen in Asien, soll wie geplant 2007 profitabel sein. 2008 soll es den Wachstumskurs fortsetzen.
(APA | dpa | Reuters)
