DRAM-Preise auf 52-Wochen-Hoch
Die Großhandelspreise für DRAMs stehen derzeit auf einem 52-Wochen-Hoch und haben mit 5,28 USD [4,35 Euro] für eine Standardeinheit [256 MBit] das höchste Level seit dem 5. Februar 2003 erreicht.
Wie das Online-Clearinghaus DRAMeXchange berichtet, könnte dieses Preisniveau auch im April, dem traditionell schwächsten Monat im Jahr, anhalten.
Laut Marktbeobachtern soll die starke Preisentwicklung auch im zweiten Quartal weitergehen. Für das Gesamtjahr wird mit einem durchschnittlichen Preis von 4,6 USD gerechnet.
Samsung glaubt an DRAM-Knappheit
Hersteller Samsung rechnet für die zweite Jahreshälfte mit einer
spürbaren Verknappung des DRAM-Angebotes für den PC-Markt. Im
laufenden Quartal haben sich laut dem weltweit größten
DRAM-Hersteller das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage und
damit auch die Preise stabilisiert.
DRAM-Knappheit prognostiziertNicht für alle profitabel
Die Preisbildung ist in letzter Zeit vor allem von der politischen Unsicherheit nach der Wahl in Taiwan, Produktionsproblemen sowie von der Produktionsverlagerung von DRAMs zu anderen Chips beeinflusst worden.
Nicht alle Anbieter können aber laut "Wall Street Journal" von den gestiegenen Preisen profitieren. Große Produzenten wie Micron, Samsung und Infineon erzielen derzeit sogar niedrigere Preise, da sie fast ihren ganzen Output direkt an PC-Produzenten verkaufen.
