29.03.2004

STRATEGIE

UTA will Festnetz zum Trend machen

Der zweitgrößte heimische Telekom-Anbieter UTA schließt auch nach einem Wechsel im Vorstand die Hereinnahme eines strategische Partners nicht aus.

"Wenn es die Möglichkeit zur Zusammenarbeit oder zu Zusammenschlüssen gibt, sind wir daran interessiert", so der neue UTA-Vorstand Günther Ofner. Aktuell sei ein Verkauf der UTA aber kein Thema. Mit den derzeitigen Aktionären habe man sowohl im Bereich Infrastruktur als auch in finanzieller Hinsicht "starke Eigentümer".

"Grundstrategie" der UTA sei es, aus eigener Kraft profitabler zu werden. Dazu hätten sich die Eigentümer - die Energieversorger ebenso wie die Raiffeisen-Gruppe - "uneingeschränkt bekannt", so Ofner weiter.

Der neue Vorstand kündigte zudem an, sich aus nicht profitablen Bereichen zurückziehen zu wollen. Die UTA sei derzeit "sehr breit aufgestellt". In alle Bereiche würde nun "evaluiert, was nicht mehr interessant" sei.

Offensive im Festnetz-Bereich

Wachsen will die UTA durch eine "Festnetz-Offensive" - ungeachtet dessen, dass in Österreich derzeit vor allem der Mobilfunk boomt. "Wir werden Vollgas geben", meinte Ofner. Ziel sei es nun, so Ofner, das Festnetztelefon "genauso trendy und lifestyleorientiert" zu gestalten wie das Handy.

Konkret setzt die UTA in erster Linie auf das Breitbandinternet. Hier sieht die neue UTA-Vertriebschefin Alexandra Reich in den nächsten Monaten das stärkste Wachstum. Außerdem sollen auch Telekom Austria-Leitungen weiter entbündelt werden.

Derzeit habe die UTA bereits 111 Wählämter entbündelt, damit könnte die UTA bereits 50 Prozent der Österreicher direkt erreichen. Tatsächlich hat die UTA erst rund 11.600 Kunden direkt an ihr Netz angebunden.