UTA will Festnetz zum Trend machen
Der zweitgrößte heimische Telekom-Anbieter UTA schließt auch nach einem Wechsel im Vorstand die Hereinnahme eines strategische Partners nicht aus.
"Wenn es die Möglichkeit zur Zusammenarbeit oder zu Zusammenschlüssen gibt, sind wir daran interessiert", so der neue UTA-Vorstand Günther Ofner. Aktuell sei ein Verkauf der UTA aber kein Thema. Mit den derzeitigen Aktionären habe man sowohl im Bereich Infrastruktur als auch in finanzieller Hinsicht "starke Eigentümer".
"Grundstrategie" der UTA sei es, aus eigener Kraft profitabler zu werden. Dazu hätten sich die Eigentümer - die Energieversorger ebenso wie die Raiffeisen-Gruppe - "uneingeschränkt bekannt", so Ofner weiter.
Der neue Vorstand kündigte zudem an, sich aus nicht profitablen Bereichen zurückziehen zu wollen. Die UTA sei derzeit "sehr breit aufgestellt". In alle Bereiche würde nun "evaluiert, was nicht mehr interessant" sei.
Für 2004 wird ein positives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen [EBITDA] im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich angepeilt. 2003 schaffte das Unternehmen mit 0,2 Mio. Euro operativ knapp den Sprung in die schwarzen Zahlen. Ein positives Betriebsergebnis [EBIT] erwartet Ofner für heuer aber noch nicht.
UTA macht Gewinn, sucht PartnerOffensive im Festnetz-Bereich
Wachsen will die UTA durch eine "Festnetz-Offensive" - ungeachtet dessen, dass in Österreich derzeit vor allem der Mobilfunk boomt. "Wir werden Vollgas geben", meinte Ofner. Ziel sei es nun, so Ofner, das Festnetztelefon "genauso trendy und lifestyleorientiert" zu gestalten wie das Handy.
Konkret setzt die UTA in erster Linie auf das Breitbandinternet. Hier sieht die neue UTA-Vertriebschefin Alexandra Reich in den nächsten Monaten das stärkste Wachstum. Außerdem sollen auch Telekom Austria-Leitungen weiter entbündelt werden.
Derzeit habe die UTA bereits 111 Wählämter entbündelt, damit könnte die UTA bereits 50 Prozent der Österreicher direkt erreichen. Tatsächlich hat die UTA erst rund 11.600 Kunden direkt an ihr Netz angebunden.
Wie viele Wählämter heuer noch zusätzlich entbündelt werden, steht noch nicht fest. Jedenfalls soll aber nur noch dort entbündelt werden, wo es sich für die UTA auch rechnet, wo also genügend Kunden an einem UTA-Direktanschluss interessiert sind.
TA-Grundgebühr wird Handelsware
