28.03.2004

SPANIEN

Handy-Chipcard verriet Terrornetz

Ein Handy hat die spanische Polizei auf die Spur der Bombenleger von Madrid geführt. Das Telefon hatte als Zünder für einen der Sprengsätze dienen sollen, die am 11. März 190 Menschen in den Tod rissen. Der mit diesem Handy gekoppelte Sprengkörper explodierte jedoch nicht.

Damit gelang es der Polizei in gut zwei Wochen, den Ablauf der Anschläge zu rekonstruieren, mehrere mutmaßliche Terroristen und deren Helfer festzunehmen und die Bombenwerkstatt aufzuspüren.

Die Terroristen hatten vergessen, eines der Handys durch einen Kontrollanruf scharf zu machen.

Ein nicht erfolgter Anruf

Das nicht aktivierte Handy führte die Ermittler auch zur Bombenwerkstatt. Durch die beim Netzbetreiber gespeicherten Verbindungsdaten fand die Polizei heraus, mit welchen anderen Nummern kommuniziert worden war und von wo aus die Handys der anderen Sprengsätze aktiviert wurden. Alle Kontrollanrufe kamen aus dem Dreieck zwischen den Dörfern Chinchon, Morata de Tajuna und Titulcia südöstlich von Madrid.