Microsofts neue Business-Anwendungen
Nur wenige Stunden, nachdem die EU das endgültige Urteil im Kartellverfahren gegen Microsoft bekannt gegeben hatte, präsentierte Bill Gates mit "Speech Server 2004" und "Windows Mobile 2003 Second Edition" Microsofts nächste Ausflüge in die Welt der Business-Anwendungen.
Die Speech-Server, die auf einer Spracherkennungs-Technologie basieren, werden als Software-Plattform für Computer-Netzwerke eingesetzt.
Diese sollen vor allem in Call-Centern verwendet werden, um die Beantwortung von Anrufen vollautomatisch abzuwickeln und so im Bereich des Kundendiensts Kosten zu sparen.
Seit Sommer im Test
Bereits letzten Sommer hatte Microsoft eine Testversion seiner
neuen Server-Software zur Spracherkennung freigegeben. Microsoft
testet die Technik mit seiner automatisierten Telefonzentrale
"Quicksilver" - hier rufen Angestellte an und nennen dem System den
Namen einer Person, mit der sie Kontakt aufnehmen wollen. Der
Anrufer wird dann gefragt, ob er mit dem Büroanschluss oder mit dem
Mobiltelefon verbunden werden will.
Microsoft zeigt Spracherkennungs-ServerMitmischen auf dem Handymarkt
Weiters hat Microsoft mit "Windows Mobile 2003 Second Edition" eine neue Version seiner Handy-Software vorgestellt, die unter anderem ein besseres Screen-Management und höhere Auflösung bieten soll.
Obwohl sich Microsoft in der Vergangenheit bemüht hat, die Handyhersteller dazu zu bringen, die Software zu verwenden, und Kooperationen mit 37 Herstellern ankündigte, bieten derzeit in den USA nur Motorola und Samsung Geräte mit der Microsoft-Software an.
Außerdem enthüllte Gates weitere Software-Tools, die es anderen Software-Entwicklern ermöglichen, Programme zu schreiben, die unter Windows laufen.
EU vs. Microsoft
Nach fünf Jahren Untersuchung hat die EU-Kommission gegen
Microsoft die bis dato höchste Kartellstrafe ausgesprochen. Neben
einem Bußgeld von 497 Millionen Euro will die Brüsseler Behörde von
dem Konzern vor allem Änderungen bei seinen Geschäftspraktiken.
Rekordstrafe gegen Microsoft
