Ewiges Handyverbot für zwei Jugendliche
Zwei italienische Jugendliche, die monatelang ihre Ex-Freundinnen mit SMS und Telefonanrufen mit Morddrohungen und Obszönitäten verfolgt hatten, werden lebenslang auf ein Mobiltelefon verzichten müssen.
Das Kassationsgericht in Rom, die dritte und letzte Instanz im italienischen Justizsystem, erteilte ihnen diesen "Handybann".
Mit diesem Präzedenzurteil wollen die italienischen Richter das "Stalking", die Verfolgung von Personen etwa mit Telefonanrufen und Drohungen, bekämpfen. Die beiden verurteilten Jugendlichen aus der norditalienischen Stadt Vicenza hatten sich mit dem Ende ihrer Beziehungen nicht abgefunden und ihre Ex-Freundinnen Tag und Nacht belästigt.
Erstinstanzlich hatte ein Richter die Handys der Burschen beschlagnahmt. Diese Maßnahme zeigte allerdings keine Wirkung.
Mitverantwortung von Freunden und Verwandten
Daher hat ein Gericht den Mobilfunkgesellschaften verboten,
Verträge mit den beiden Verurteilten abzuschließen. Freunde oder
Verwandte, die den Jugendlichen ihr Telefon borgen, machen sich
mitverantwortlich, betonte der Richter.
Psychoterror per E-Mail und SMS nimmt zu
