23.03.2004

BURGER & SOUND

Musik-Downloads als Marketingkonzept

Nach Coca-Cola und Pepsi setzt nun auch McDonald's auf Gratis-Musik-Downloads. Die Fast-Food-Kette will dafür mit der für Juni angekündigten Sony-Musikplattform "Connect" zusammenarbeiten.

So sollen die Kunden in Zukunft zu speziellen Menüs einen Code bekommen, mit dem sie auf der "Connect"-Website einen Song ihrer Wahl downloaden können.

McDonald's plant rund 30 Millionen USD in die Vermarktung des Projekts zu investieren, was auch dem Start von Connect in diesem Frühjahr zugute kommt.

Im Gegenzug erhält die Fast-Food-Kette Vergünstigungen beim Einkauf der Songs, die Connect im Netz für Normal-User um 99 Cent verkaufen will.

Music to go

Auch bei Starbucks setzt man in Zukunft neben frisch Gebrühtem auf Musik.

Vergangene Woche wurde in Santa Monica die erste "Hear Music"-Filiale eröffnet, in der sich Kaffeetrinker nicht nur die Songs ihrer Wahl anhören, sondern diese gegen Entgelt auch auf CD brennen lassen können.

Vorerst sind 55 Album-Compilations erhältlich, Starbucks will das Angebot aber auf rund 250.000 Songs ausweiten.

Das Musik-Service wird in Zusammenarbeit mit Hewlett Packard [HP] durchgeführt, in nächster Zeit soll das Konzept auch in weiteren 2.500 US-Filialen zur Anwendung kommen.

Microsofts Pläne

Auch die Musik-Download-Pläne von Microsoft scheinen konkrete Formen anzunehmen:

Nachdem vergangene Woche der Europa-Start des Musik-Players "Portable Media Center" für die zweite Jahreshälfte angekündigt wurde, gibt es nun Details zur dazugehörigen Download-Plattform.

Diese soll über das MSN-Web-Portal zugänglich sein und vermarktet werden. Downloads seien auch direkt auf portable Abspielgeräte möglich.

Ob das Service auch für Geräte, die nicht unter Windows laufen, erhältlich sein wird, ist nicht bekannt. Auch über die Anzahl der Songs und die Download-Preise machte Microsoft noch keine Angaben.