23.03.2004

ZIELLOS

"Hacken" als Volkssport für Pubertierende

Die Anzahl von Hack- und Crack-Attacken ist international nach wie vor im Steigen. Doch viele dieser Attacken sind nicht auf professionelle Angreifer, sondern auf "Script-Kiddies" zurückzuführen.

Diese meist jugendlichen Übeltäter nutzen vorgefertigte Programme, um ungezielt in fremde Netze einzudringen.

Etwa 61 Prozent der Angriffe sollen nach Experteneinschätzung auf das Konto der Nachwuchstäter gehen.

Unberechenbares Risiko

In der Netz-Community sind Script-Kiddies wegen des fehlenden Fachwissens verpönt. Ohne Programmierkenntnisse greifen sie auf fertige Exploit-Tools, die Sicherheitslücken einer Software aufspüren und Passwörter knacken, zurück.

Auch Baukästen zur Erstellung von Viren, Würmern und Trojanern sind beliebtes Werkzeug der Script-Kiddies. Mit Hilfe von Scan-Programmen wird nach den von Trojanern eingepflanzten Backdoors gesucht, um dann wahllos in ungeschützte Rechnersysteme einzudringen.

Gerade durch diese ungezielte Vorgangsweise sind Script-Kiddies laut Sicherheitsexperten ein unberechenbares Risiko für Unternehmen wie Privatpersonen.