EU nimmt sich "Großhandelstarife" vor
Terminierungsentgelte vor Vereinheitlichung
Nach der Reduktion der Handytarife für Auslandsgespräche will sich die EU-Kommission nun die "Großhandelstarife" zwischen den Netzbetreibern vornehmen.
Die für Telekommunikation zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding will anfang nächsten Jahres einen entsprechenden Vorschlag für eine Vereinheitlichung der "Terminierungsentgelte" ["Zusammenschaltungsgebühr, Interconnection Fee"], die die Mobilfunkbetreiber für die Durchstellung von Gesprächen untereinander verrechnen, vorlegen, heißt es aus der EU-Kommission.
Diskrepanz "beunruhigend"
Derzeit sind diese Tarife in den 27 Mitgliedsstaaten höchst unterschiedlich und reichen von 2,25 Cent pro Minute in Zypern bis 16,49 Cent pro Minute in Polen.
Für die Kommission sei nicht nur die Höhe der Gebühren, sondern insbesondere die Diskrepanz "beunruhigend", sagte eine EU-Expertin.
In Österreich hat der Telekomregulator Anfang September die Betreibergebühren neuerlich gesenkt. Die Tarife müssen bis spätestens 2009 auf 5,72 Cent je Minute herabgesetzt werden. Vor allem Telefonate aus dem Festnetz zum Handy sollen dadurch merklich billiger werden.
(futurezone | APA)
