Mobilkom startet in Mazedonien
Die mobilkom austria wird Ende September ihren Betrieb in Mazedonien aufnehmen. Insgesamt ist eine Investition von 70 Mio. Euro geplant.
Die GSM-Lizenz für den Betrieb des dritten Handynetzes in dem Balkanland hatte die Tochter der börsennotierten Telekom Austria im März des heurigen Jahres erhalten. Kurz darauf wurde noch eine vierte Lizenz ausgeschrieben.
Das Unternehmen hat für die Lizenz zehn Millionen Euro bezahlt und will insgesamt 70 Mio. Euro investieren.
Die mobilkom ist bereits stark auf dem Balkan vertreten und will weiter zukaufen. Laut TA-Chef Boris Nemsic ist man weiterhin an der staatlichen bosnischen BH Telekom interessiert.
Erst vor wenigen Tagen hatte die Telekom bestätigt, an einem Mobilfunker in Weißrussland interessiert zu sein. Dem Vernehmen nach soll es sich um die Nummer zwei auf dem Markt, die MDC/Velcom, handeln. Der Kaufpreis soll sich Medienberichten zufolge bei 1,2 bis 1,6 Mrd. Euro bewegen. Das wäre der größte Zukauf in der Geschichte der TA.
Zufrieden mit serbischer VIP-Mobile
Sehr zufrieden zeigte er sich mit der Startphase der serbischen Mobilfunktochter VIP-Mobile. Diese habe in den ersten drei Monaten "on air" bereits eine "sechsstellige Kundenzahl" erreicht, wird Nemsic im "WirtschaftsBlatt" zitiert.
Vorerst gebe es ausschließlich Prepaid-Kunden, mit dem Postpaid-Angebot wolle man noch zuwarten, der serbische Markt sei ein typischer Wertkarten-Markt.
Binnen "fünf bis sechs Jahren" wolle man in Serbien 20 Prozent des Marktes erobern, sagte Nemsic. Per 1. Dezember will er mit eigenem Netz 20 Prozent der serbischen Bevölkerung abgedeckt haben.
Die mobilkom erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2006 einen Umsatz von 1,73 Mrd. Euro und ein Betriebsergebnis von 354 Mio. Euro. Die Gruppe besteht aus mobilkom austria [Österreich], Vipnet [Kroatien], Si.mobil [Slowenien], mobilkom Liechtenstein, Mobiltel [Bulgarien] und den im Aufbau befindlichen Mobilfunkbetreibern in Serbien und Mazedonien.
(APA)
