SCO will auch in Deutschland klagen
SCO, bekannt vor allem durch Klagewellen gegen Unternehmen, die Linux nutzen, will auch in Deutschland sein neues Geschäftsmodell durchsetzen.
Gehindert wird das Unternehmen durch eine einstweilige Verfügung, die SCO die Behauptung untersagt, das Linux-System sei ihr geistiges Eigentum. Damit können Linux-Benutzer nicht für Schutzrechtsverletzungen haftbar gemacht werden.
Nun will das Unternehmen gegen die einstweilige Verfügung vorgehen. "Ich arbeite mit Hochdruck daran, die rechtlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen", sagte Gregory Blepp, Vice President bei SCO.
Gegen Unternehmen mit Linux
Sollte die Verfügung aufgehoben werden, wolle Gregory Blepp laut
Financial Times Deutschland zunächst über die Ansprüche von SCO
breit informieren, dann einzelne Firmen anschreiben. Am Ende behalte
sich das Unternehmen vor, in Deutschland ähnliche Schritte
einzuleiten wie in den USA.
SCO-Klagen "eine Chance für Linux"SCO hatte im Dezember 3000 US-Unternehmen aufgefordert, die Verwendung von Linux offen zu legen. Die Firma behauptet, Linux-Entwickler hätten unrechtmäßig Teile des SCO-Unix-Programms in Linux übernommen, und verlangt deshalb Lizenzabgaben.
Nach Ansicht des "President International Operations" von Red Hat, Alex Pinchev, dient der aktuelle Rechts- und Patentstreit von SCO mit der Linux-Gemeinde allein der Beflügelung des SCO-Aktienkurses:
"Wenn Sie sich SCO ansehen, wird klar: Das ist eine sterbende Firma. Die Klage bezieht sich auf die Verhältnisse von 1995 und 1996. Bereits seit 1991 gehen aber die Umsätze von SCO deutlich nach unten. Jetzt haben sie Klage eingereicht und daraufhin eine Menge Aktien verkauft".
