Nokia bringt RFID-Handy und mobiles TV
Handys für die dritte Generation des Mobilfunks [3G] werden bei Nokia angeblich enorm nachgefragt. "Unsere beiden 3G-Modelle verkaufen sich sehr gut", sagte Mads Winblad von Nokia Europa am Mittwoch auf der CeBIT.
Damit die Handys in Zukunft mehr zum Fotografieren benutzt werden, müsse die Bildqualität verbessert werden. Nokia habe deshalb sein 7610-Modell erstmals mit einer Megapixel-Digitalkamera ausgestattet.
Weiters wurde eine Erweiterung für Handys angekündigt, mit der RFIDs [Radio Frequency Identity Chips] aus kurzer Distanz ausgelesen und an einen Zentralrechner übertragen werden können.
Langsamer UMTS-Start
UMTS kommt in Europa langsam in die Gänge. In mehreren Ländern
fiel der Startschuss für die Handynutzung schon im vergangenen Jahr.
Probleme mit der Netzstabilität und Lieferschwierigkeiten bei den
Geräten brachten bisher aber nur wenige Kunden.
Langsamer Europa-Start von UMTSMobiles Fernsehen für die Zukunft
Nokia gab auf der CeBIT auch einen Ausblick auf die Zukunft des digitalen mobilen Alltags: Handy-Services und Home-Entertainment stehen im Mittelpunkt.
Man wolle künftig mobiles, interaktives Fernsehen, mobile Navigationssysteme und 3-D-Wettervorhersagen fürs Handy anbieten.
Im Spielebereich setze man auf die neue Mehr-Spieler-Software "Pocket Kingdom". In dem Strategiespiel geht es um die Errichtung eines "Empires" in weltweiter Konkurrenz zu anderen N-Gage-Spielern.
Marktführer trotz Rückgängen
Nokia musste in Österreich laut ersten Marktforschungszahlen für
2003 kräftig Federn lassen. Demnach ist der Marktanteil von 63 auf
49 Prozent zurückgegangen. Weltweit hält das finnische Unternehmen
einen Marktwert von 39 Prozent. Im vierten Quartal hat Nokia mit
seinem Gewinnanstieg die Erwartungen der Analysten erfüllt und sagt
für das laufende Vierteljahr wieder einen Umsatzanstieg voraus.
Nokia führt Handymarkt weiter an
