14.03.2004

MATRIX FORUM

Ökodesign gegen Elektroschrott

"Die Maus ist aus unserer Sicht ein Produkt, wo sich die verschiedenen Aspekte des Ökodesign demonstrieren lassen", so Thomas Leitner, Geschäftsführer des Kompetenzzentrums Kerp, das sich mit Elektroaltgeräte- Recycling und nachhaltiger Produktentwicklung beschäftigt.

Gerade ein Produkt wie die Computermaus, die jeder Nutzer stundenlang in der Hand hält, dient als ideales Demonstrationsobjekt, an dem Hersteller und Entsorger gleichermaßen forschen können.

Bleifrei

Umweltverträglich wird die Maus aber erst, wenn alle Aspekte des Ökodesigns berücksichtigt werden.

Das bedeutet, dass das Produkt ohne Schadstoffe wie Blei, Chrom oder bestimmte Flammhemmer auskommen muss.

EU-Richtlinien

80.000 Tonnen Elektroschrott fallen jährlich allein in Österreich an, 30.000 Tonnen sind davon Computer-Schrott wie beispielsweise Bildschirme, Rechner, Drucker, Scanner, etc. Ein jährlicher Anstieg von drei bis fünf Prozent wird erwartet.

Anfang 2003 sind dazu zwei EU Richtlinien in Kraft getreten. Vorgeschrieben wird eine verpflichtende Sammlung und Entsorgung von Elektroaltgeräten.

Die Rohstoff-Richtlinie verpflichtet alle Mitgliedsstaaten zu einem Verzicht auf gefährliche Inhaltstoffe wie Cadmium und Blei. Bereits 2005 muss die Richtlinie in nationales Recht umgesetzt werden.

Für die Hersteller bedeutet das eine Umstellung auf bleifreie Lötpasten und Planung von logistischen Systemen, die die Rücknahme von Altgeräten europaweit ermöglichen.