Mobilkom-Tochter verzichtet auf UMTS
Die slowenische Regierung will zwei neue UMTS-Lizenzen vergeben. Dies hat der slowenische Technologieminister Pavel Gantar laut Nachrichtenagentur STA bestätigt.
Jede Lizenz soll demnach rund 9 Mrd. Tolar - umgerechnet rund 37,8 Mio. Euro - kosten. Für die Telekom Austria [TA], die sich seit langem für eine slowenische UMTS-Lizenz interessiert, ist dieser Preis nach wie vor zu hoch.
Bojan Dremelj, Chef der slowenischen TA-Mobilfunktochter Si.mobil, meinte auf Anfrage: "Im Moment ist die UMTS-Gebühr in Slowenien immer noch fern ab jeder europäischen Benchmark."
Sein Unternehmen, das derzeit einen Marktanteil von 23,9 Prozent hält, hatte bereits Ende September 2003 angekündigt, sich an der nächsten Ausschreibung nicht beteiligen zu wollen.
Mobilkom-Tochter Si.Mobil setzt auf EDGEPreis schon gesunken
Bisher hat in Slowenien nur die Mobitel, Tochter der staatlichen Telekom Slovenije, eine UMTS-Lizenz, obwohl insgesamt drei Lizenzen bereits zwei Mal ausgeschrieben worden waren.
Si.mobil hatte schon bei den ersten UMTS-Ausschreibung betont auf Grund "exorbitant hoher Kosten" nicht teilzunehmen. Mobitel hatte für ihr Lizenz seinerzeit noch 22 Mrd. Tolar [92,4 Mill. Euro] bezahlt.
Ob die Lizenzen diesmal zum Verkauf kommen, ist allerdings fraglich. Denn neben Si.mobil hat auch der dritte slowenische Mobilfunkanbieter Vega zuletzt abgewunken.
Die slowenische Regierung hofft dennoch, dass zumindest eine weitere Lizenz verkauft wird. Erst ab zwei UMTS-Anbietern könne man von einem Wettbewerb am Mobilfunkmarkt sprechen, so der Technologieminister.
