12.03.2004

BETON & KELLE

Roboter werden "Häuslbauer"

Neben Altenpflege und Wachdiensten sollen Roboter demnächst auch Häuser bauen. "Contour Crafting" heißt eine neue Baumethode, die von einem Roboter ausgeführt wird. Alles, was er dazu braucht, ist Strom und die konstante Zufügung von halbflüssigem Baumaterial.

Seine Informationen bezieht der Roboter direkt aus dem Computer des Architekten. Herzstück ist eine mit dem Computer verbundene Einspritzpumpe, die wie eine Zahnpastatube einen Wulst flüssigen Beton nach dem anderen aufträgt.

Geformt wird das Material von zwei mit der Pumpe verbundenen Kellen. Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis die gewünschte Höhe einer Mauer erreicht ist. Die hohlen Wände werden erst anschließend gefüllt.

Der Bau-Roboter hängt an einem beweglichen Gerüst, ähnlich wie Kräne in Hafenanlagen. Eine geplante zweite Variante des Bots könnte auch am Boden auf Schienen arbeiten und so mehrere Häuser gleichzeitig bauen.

Ohne menschlichen Einsatz

Das deutsche Unternehmen Degussa will nun mit dem Entwickler zusammenarbeiten und speziell für "Contour Crafting" neue Materialien entwickeln.

Bereits 2005 soll das erste Haus mit "Contour Crafting" gebaut werden.