Infineons Zehnjahresplan auf dem Flash-Markt
Der Münchener Chiphersteller Infineon wird nach den eigenen Plänen bis zu zehn Jahre brauchen, um die angestrebte Nummer-Drei-Position im weltweiten Markt für Flash-Speicher zu erreichen:
"Es ist ein harter Markt", sagte Peter Kücher, der den Bereich leitet, am Donnerstag in Dresden. Langfristig wolle Infineon weiter die Nummer drei im Markt nach Samsung und Toshiba werden. Hierfür werde der sechstgrößte Halbleiterkonzern der Welt allerdings fünf bis zehn Jahre benötigen.
Bis Jahresende will Infineon im Rahmen seiner Flash-Strategie rund 10.000 Wafer monatlich verarbeiten.
Dies entspricht Kücher zufolge rund ein bis zwei Prozent des rund zwölf Milliarden USD [knapp zehn Milliarden Euro] schweren Flash-Gesamtmarkts.
Q4 2003: Infineon mit weniger GewinnFlash-Strategie
Infineon hatte vor über einem Jahr den Einstieg in den Flash-Bereich angekündigt, um so an dem überdurchschnittlich stark wachsenden Segment zu profitieren und die Abhängigkeit vom preisvolatilen Standard-Speichermarkt zu verringern.
Auch der Infineon-Konkurrent Micron will sich im Flash-Bereich engagieren, so dass manche Experten die Befürchtung hegen, der Markt könnte bald ebenfalls unter Überkapazitäten leiden.
