JoWooD klagt über Raubkopien
Weltweit entgehen den Softwarefirmen durch Raubkopien Eigenangaben zufolge Verdienstausfälle von rund 8 Mrd. Euro pro Jahr. Beim steirischen Computerspiele-Hersteller JoWooD schätzt man den eigenen Schaden auf 10 Mio. Euro.
Das erklärte heute Montag JoWooD-Vorstand Michael Pistauer. Der Verdienstentgang werde sowohl durch Privatanwender wie professionelle Raubkopierer verursacht - Tendenz steigend.
In jedem Haushalt "massenhaft illegal kopierte Spiele"
"In jedem Haushalt mit Computerausrüstung liegen massenhaft
illegal kopierte Spiele herum", schätzt Pistauer. Dabei handle es
sich keineswegs um ein Kavaliersdelikt - auch wenn selbst Eltern
ihre Kinder für ihr "technisches Geschick" loben würden, anstatt sie
auf die Illegalität der Tat hinzuweisen, so der JoWooD-Vorstand.
JoWooD dreht Betriebsergebnis ins Plus"Mehr Fahndungsdruck" gefordert
Neben mehr Problembewusstsein fordert er strengere gesetzliche Maßnahmen sowie mehr Fahndungsdruck von Seiten der Exekutive. Sein Unternehmen beschäftigt nach Eigenangaben keine Privatdetektive, um die Hersteller von illegalen Kopien zu verfolgen.
Die börsenotierte JoWooD hatte 2003 den Turnaround geschafft. 2002 war das Unternehmen nur knapp an der Insolvenz vorbei geschrammt.
