Auch britische Regierungsrechner gehackt

china
05.09.2007

Chinesische Hacker haben laut einem Bericht des "Guardian" seit Jahren auch Computer der britischen Regierung im Visier.

Auch britische Regierungsbehörden sollen nach einem Bericht der Londoner Zeitung "The Guardian" seit Jahren Angriffsziele chinesischer Computerhacker gewesen sein.

Hacker-Attacken, die möglicherweise von Kreisen der chinesischen Armee ausgingen, seien unter anderem auf das Netzwerk des britischen Außenministeriums gerichtet gewesen, berichtete die Zeitung am Mittwoch.

System lahmgelegt

Einer der Hacker-Angriffe habe 2006 Teile des Computersystems des britischen Parlaments lahmgelegt. Die Attacke sei von einer "organisierten chinesischen Hacker-Gruppe" ausgegangen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise. Angriffe "chinesischer Cyber-Krieger" seien derartig oft registriert worden, dass Experten sie inzwischen als "permanentes Problem" bezeichneten.

Am Dienstag hatte die "Financial Times" berichtet, Spezialisten des chinesischen Militärs seien in Computersysteme des US-Verteidigungsministeriums eingedrungen. China wies entsprechende Anschuldigungen am selben Tag als "grundlos" zurück. Zuvor hatte es Berichte über umfangreiche Angriffe auf deutsche Regierungsrechner gegeben.

(dpa)