04.03.2004

MUTPROBE

UMTS-Handys für Deutschland

Als erstes Unternehmen in Deutschland vermarktet die Telefonfirma debitel aktiv die Nutzung der neuen UMTS-Mobilfunknetze per Handy.

Wie debitel mitteilte, bietet die Firma ab sofort deutschlandweit das Nokia-UMTS-Handy 7600 mit verschiedenen Tarifen in den beiden D-Netzen von Deutsche Telekom und Vodafone an.

Debitel nutzt bei seiner Aktion die Zurückhaltung der deutschen Netzbetreiber, in das UMTS-Geschäft einzusteigen. Denn tatsächlich sind die neuen Mobilfunknetze der Anbieter vielfach schon funktionsfähig, und auch UMTS-fähige Telefone werden schon verkauft. Kunden, die über ein solches Gerät verfügen, nutzen vielfach schon heute UMTS, ohne es zu merken.

UMTS in Deutschland nur für Laptops

Auch debitel hatte das Nokia 7600, das sowohl für UMTS- wie auch herkömmlichen Handy-Funk ausgelegt ist, schon seit mehreren Wochen verkauft. Neu ist lediglich, dass debitel nun aktiv mit der UMTS-Fähigkeit wirbt. Ansonsten hat in Deutschland bisher nur Vodafone UMTS-Tarife im Angebot, dies allerdings nur über eine Datenkarte für Laptops und nicht für herkömmliche Telefone.

Die 1991 gegründete Debitel ist auf dem Telefonmarkt als so genannter Service-Provider ohne eigene Netze tätig. Dabei verkauft das Unternehmen Verträge der Netzbetreiber und bekommt eine festgelegte Marge aus der dann abgerechneten Grundgebühr und den Verbindungsminuten.

Nach eigenen Angaben hatte die Swisscom-Tochter debitel Ende vergangenen Jahres bundesweit 8,1 Millionen Mobilfunkkunden, europaweit waren es 10,3 Millionen.