02.03.2004

"ROSETTA"

ESA-Kometenmission endlich gestartet

Die in der Raumfahrt einmalige Kometenjagd der europäischen Sonde "Rosetta" hat begonnen. Die Trägerrakete vom Typ Ariane-5 hob am Dienstag um 8.17 Uhr mitteleuropäischer Zeit mit der drei Tonnen schweren Sonde an Bord ab.

Es handelte sich bereits um den dritten Startversuch im Weltraumbahnhof Kourou in Südamerika. In der vergangenen Woche mussten zwei Starts abgebrochen werden. Die Reise von "Rosetta" zum Kometen "Tschurjumow-Gerassimenko" wird rund zehn Jahre dauern.

Im November 2014 soll Philae dann erstmals auf dem Schweifstern landen. An der Entwicklung mehrere wissenschaftlicher Instrumente an Bord der Sonde ist auch das Grazer Institut für Weltraumforschung [IWF] der Österreichischen Akademie der Wissenschaften [ÖAW] beteiligt.

Zeitfenster

Die Mission musste spätestens am 17. März beginnen, bei einem späteren Start hätte der Komet nicht mehr erreicht werden können.

Der Zielort ist rund 675 Mio. Kilometer von der Sonne entfernt.

"Rosetta" wird auf ihrem Weg jedoch insgesamt über fünf Mrd. Kilometer zurücklegen: Die Energie der Trägerrakete reicht nämlich nicht aus, um die 2,9 Tonnen schwere Raumsonde auf direktem Weg zum Kometen zu bringen.