Billig-Notebooks mit Linux
Lindows.com will Anfang April einen neuen Ableger seiner Linux-Distribution auf den Markt bringen, der für Notebooks mit Centrino-Chips zugeschnitten ist.
Damit will das Unternehmen verstärkt auf dem Billig-Notebook-Markt reüssieren. Bereits seit Jahresanfang ist etwa ein Notebook mit AMD-Chip, WLAN und Lindows Linux für 699 USD [555 Euro] erhältlich.
Doch Notebooks mit Centrino-Chip von Intel bilden den weitaus größeren Markt, und Lindows wäre die erste Linux-Distribution, welche die speziellen Funktionen dieser Chips ausnützen würde.
Entspanntere Lizenzpolitik
"Für Hersteller geht es nicht nur darum, die Lizenzgebühren für
Windows XP nicht zahlen zu müssen", so Lindows.com-Chef Michael
Robertson. "Bei Windows-Lizenzen müssen sich die Notebook-Hersteller
gleichzeitig dazu verpflichten, eine gewisse Anzahl zu erwerben,
unabhängig vom Verkaufserfolg. Wir verlangen das nicht."
Lindows heißt jetzt Lin---sUnklare Zukunft
Noch ist unsicher, inwieweit Linux den Desktop- und Notebook-Markt beeinflussen wird. "Ich sehe keine kurzfristige Bedrohung für Windows", so Dwight B. Davis, Forschungsdirektor bei Summit Strategies. "Dennoch ist ersichtlich, dass gewisse Bereiche langsam in Richtung Linux tendieren - nicht zuletzt auf Grund der geänderten Lizenzpolitik Microsofts."
Darüber hinaus seien "Länder wie China und Teile Europas" sehr Linux-orientiert und könnten sich längerfristig in die Richtung Open Source entscheiden.
