Brain Force mit schwachem Halbjahr
Prognosen gesenkt, Umbau eingeleitet
Das börsennotierte österreichische Software-Unternehmen Brain Force hat im ersten Halbjahr 2007 trotz eines höheren Umsatzes ein deutlich schwächeres Ergebnis hinnehmen müssen.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen [EBITDA] brach nach vorläufigen Zahlen auf 1,3 Mio. Euro ein, nachdem es in der Vorjahresperiode noch 3,3 Mio. Euro betragen hatte.
Mehr Umsatz
Der Konzernumsatz erhöhte sich auf 47,7 [2006: 42,9] Mio. Euro, teilte das Unternehmen am Wochenende mit.
Im zweiten Quartal 2007 [von April bis Ende Juni] belief sich der Umsatz auf 24,2 [Vorjahresperiode: 20,8] Mio. Euro, während das EBITDA mit 0,9 [1,3] Mio. Euro schwächer ausfiel.
Die endgültigen Geschäftszahlen zum ersten Halbjahr veröffentlicht der Konzern am 27. August 2007.
Restrukturierungen angekündigt
Da "die Produktumsätze und das damit verbundene Projektgeschäft im Technologie- und Infrastrukturbereich in Deutschland auch im zweiten Quartal weit hinter den Erwartungen blieben", nahm Brain Force "bilanzielle Restrukturierungen in Bezug auf die Bewertung von Beteiligungen und aktivierten Eigenleistungen" vor. Diese Maßnahmen führen zu Wertberichtigungen in Höhe von rund zehn Mio. Euro, "die das Ergebnis im zweiten Quartal belasten werden".
Damit verändert der Konzern auch die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr 2007: Jetzt erwarte man Umsätze in der Bandbreite zwischen 100 und 105 Mio. Euro, das EBITDA dürfte zwischen vier und fünf Mio. Euro liegen, das EBIT zwischen minus neun und minus elf Mio. Euro.
Der Vorstand habe "entsprechende Maßnahmen wie Kosteneinsparungen, strukturelle Veränderungen und personelle Veränderungen in der Geschäftsleitung in Deutschland eingeleitet", hieß es weiter, ohne dass Details genannt wurden.
(APA)
