EM.TV-Chef sieht Unternehmen gerettet
Der Chef des Filmrechtehändlers EM.TV, Werner Klatten, erwartet, dass sein Unternehmen die notwendige Zustimmung der Gläubiger für das Rettungskonzept erhalten wird.
Der "Welt am Sonntag" sagte Klatten: "Ich bin zuversichtlich bis sicher, dass wir nicht in Insolvenz gehen müssen." Nach seinen Angaben haben knapp 94 Prozent der Gläubiger das Konzept bis zum 12. Februar angenommen. Um die notwendigen 97,5 Prozent zu erreichen, sei die Frist letztmalig um zwei Wochen bis zum 27. Februar verlängert worden.
Rund drei Prozent der Gläubiger, die auf ihren Ansprüchen aus der Wandelanleihe beharrten, seien "institutionelle Anleger, die wir ziemlich genau kennen", sagte Klatten laut "Welt am Sonntag". Die großen Bondbesitzer pokerten mit diesen Banken und Fonds noch hinter den Kulissen. Den erhofften Aufschlag über Marktpreis bekämen sie jedoch nicht.
Auch bei einem knappen Scheitern an der 97,5-Prozent-Marke sei eine Insolvenz unwahrscheinlich. "Wir werden es nicht an 0,3 Prozent scheitern lassen", zitierte das Blatt Klatten.
Auf Ansprüche verzichten
Das Rettungskonzept sieht vor, dass die institutionellen
Gläubiger von EM.TV auf die Ansprüche aus einer Wandelanleihe
vollständig verzichten. Im Gegenzug erhalten sie 20 Millionen Euro
in bar und Optionen auf Anteile an der neuen EM.TV AG, die an der
Börse neu notiert werden soll. Zudem bekommen die Gläubiger bis zu
150 Millionen Euro aus dem Verkaufserlös von EM.TVs
45-Prozent-Anteil an der Tele München Gruppe.
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