Bemerkenswerter Börsenstart für VMware
Das Unternehmen für Virtualisierungstechnologie hat laut US-Medien den besten New Yorker Börsenstart einer Tech-Firma seit Google geschafft.
VMware, das am Dienstag an der New Yorker Börse debütierte, ist vom Markt auf einen Wert von 19 Milliarden US-Dollar taxiert worden. Am ersten Handelstag schossen die Papiere des auf Virtualisierung spezialisierten Software-Unternehmens gegenüber dem Ausgabepreis um 76 Prozent in die Höhe. Die Aktie schloss auf 51 US-Dollar.
VMware wurde damit auf einen Schlag die von der Bewertung her fünftgrößte börsennotierte Softwarefirma der Welt, hinter Microsoft, Oracle, SAP und Adobe. Das Unternehmen ist im Jahr 2004 von dem Konzern EMC zum Preis von 625 Millionen US-Dollar gekauft worden.
Zum Vergleich: Als Google 2004 an die Börse gegangen ist, war es am Ende des ersten Handelstages 27 Milliarden Dollar wert.
Virtualisierung
Die Programme von VMware erlauben es, auf einem Computer mehrere Instanzen von Betriebssystemen laufen zu lassen. Über diese sogenannte Virtualisierung lässt sich in Datencentern Geld für Hardware sparen.
Aber auch im Heimbereich ist Virtualisierung zunehmend gefragt. So plant der US-Computerhersteller Dell für 2008 den Start von Heim-PCs, die mittels Virtualisierung mehrere Betriebssysteme gleichzeitig laufen lassen können. Virtualisierung macht es möglich, im laufenden Betrieb eines Rechners etwa zwischen Windows und Linux umzuschalten.
Die Konkurrenz
Der nächstgrößere Konkurrent von VMware auf dem US-Markt ist SWsoft mit seinem Produkt Parallels, das es Nutzern möglich macht, auf Macs virtuelle Windows-Maschinen laufen zu lassen. SWsoft hat nach eigenen Angaben einen Jahresumsatz von 100 Millionen US-Dollar.
Auch Microsoft bietet eine Virtualisierungstechnologie namens Virtual PC an. Im Open-Source-Bereich arbeiten unter anderem die Projekte Bochs und QEMU an Virtualisierungsprodukten.
(Reuters | futurezone)
