Pixar gibt sich vor Alleingang selbstsicher
Pixar-Chef Steve Jobs hat anlässlich der Bilanzpräsentation des Animationsstudios mit dem Noch-Vertriebspartner Disney abgerechnet.
Dabei wurde klar, dass persönliche Animositäten zwischen Jobs und Disney-Chef Michael Eisner eine wesentliche Rolle bei der Trennung von Disney gespielt haben.
Pixar werde bereits ab März mit neuen Vertriebspartnern verhandeln, eine Entscheidung erwartet Jobs im Herbst. Die Produktion der ab 2006 erscheinenden Filme will Pixar selbst finanzieren. Bisher teilten sich Pixar und Disney Produktionskosten und Gewinne, zusätzlich zahlt Pixar eine Gebühr an Disney.
"Das Beste haben wir noch vor uns", zog Jobs Bilanz und machte damit klar, Disney keine Träne nachzuweinen.
Vier Studios wollen an die Stelle von Disney als Vertriebs- und Marketingpartner von Pixar treten, das kleine Studio sei also begehrt. Jobs habe Disney einen Deal angeboten, der für Pixar weniger lukrativ gewesen wäre als der neue Vertrag mit einem anderen Partner.
Pixar bringt Disney in die BredouilleKeine Fortsetzungen
Wenn der Vertrag ausläuft, erwartet Pixar über 800 Mio. bis eine Mrd. USD in Bar zu verfügen.
Jobs will weiterhin nur einen Film pro Jahr produzieren, was er vor allem mit dem Finden guter Geschichten begründete.
Fortsetzungen eigener Erfolgsfilme wie "Monster AG" und "Finding Nemo" sieht er nicht. Disney habe ebenfalls das Recht Fortsetzungen zu gemeinsamen Produktionen zu machen, bei dem Gedanken daran werde ihm schlecht, so Jobs.
Finanziell war das Geschäftsjahr 2003 das erfolgreichste Jahr in der Unternehmensgeschichte, was zum Großteil auf den Erfolg von "Finding Nemo" zurückzuführen ist.
Im vierten Quartal wurde bei einem Umsatz von 164 Mio. USD [2002: 39 Mio. USD] ein Nettogewinn von 83,9 Mio. USD eingespielt [2002: 17 Mio. USD]. Im Gesamtjahr lag der Nettogewinn bei 124,7 Mio. USD im Vergleich zu 89,9 Mio. USD im Jahr davor. Der Jahresumsatz machte 262,5 Mio. ISD aus [2002: 202 Mio. USD].
