Warner Music rutscht tiefer in Verlustzone

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07.08.2007

17 Millionen US-Dollar Minus

Angesichts stark sinkender CD-Verkäufe hat der US-Musikkonzern Warner Music seinen Verlust ausgeweitet. Unter dem Strich sei ein Fehlbetrag von 17 Millionen US-Dollar angefallen, teilte die Nummer vier auf dem Weltmarkt am Dienstag mit. Im Vorjahr lag der Verlust noch bei 14 Millionen Dollar. Das Quartalsergebnis fiel schlechter aus als von Analysten erwartet.

Umsatzrückgang um zwei Prozent

Der Umsatz ging um zwei Prozent auf 804 Millionen Dollar zurück. Gefragt waren Titel von Künstlern wie Michael Buble, Linkin Park, The Traveling Wilburys und The White Stripes.

Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben vor allem mit dem Wandel in der Branche zu kämpfen: Weil immer mehr Musikliebhaber ihre Songs aus dem Internet herunterladen, geht der Absatz von CDs seit Jahren zurück. Der Rückgang bei den Tonträgern sei durch das Geschäft mit digitaler Musik nur zum Teil ausgeglichen worden.

Immerhin stiegen die Umsätze mit Internet-Downloads im dritten Quartal des Warner-Geschäftsjahrs gegenüber dem Vergleichszeitraum 2006 um 29 Prozent auf 119 Millionen US-Dollar.

Warner Music war erst vor wenigen Wochen aus dem Bieterwettstreit um den britischen Musikkonzern EMI ausgestiegen und hatte das mit dem zu hohen Preis begründet.

Die beiden Rivalen haben in den vergangenen sieben Jahren mehrfach versucht, sich gegenseitig zu übernehmen, waren aber stets gescheitert. EMI geht nun an den Finanzinvestor Terra Firma.

(Reuters | AP | futurezone)