Die IT-Woche im Überblick
Die ersten Mobilfunker geben die von der EU geforderten Roaming-Vergünstigungen an die Kunden weiter, die Gerüchte über ein Google-Handy werden immer konkreter, und Österreich hat bei der Umstellung auf IPv6 keine Eile - das war die Woche von 29. Juli bis 4. August.
Start des Billig-Roamings
Marktführer mobilkom hat am Montag die ersten Kunden für die neuen EU-Roaming-Tarife freigeschaltet.
Kunden von T-Mobile/tele.ring, One und "3" sollen Ende August automatisch auf die billigeren Tarife für Auslandstelefonate in der EU migriert werden.
Doch nicht alle Kunden profitieren automatisch von den EU-Regeln. Mobilfunkkunden, die bereits einen speziellen Vertrag mit Roaming-Optionen abgeschlossen haben, sollten unbedingt prüfen, ob ihre Tarife über den EU-Regeln liegen, und im Zweifelsfall bei ihrem Provider für die Umstellung auf EU-Roaming sorgen.
Eigenes Mobiltelefon von Google
Die Gerüchte über ein eigenes Mobiltelefon des Internet-Dienstleisters Google haben diese Woche neuen Zündstoff bekommen.
Das "Wall Street Journal" ["WSJ"] berichtet unter Berufung auf interne Quellen, dass Google bereits erste Prototypen mit hauseigenen Google-Angeboten wie E-Mail, Google-Suche und einem eigenen Webbrowser entwickelt hat.
Derzeit soll Google auf der Suche nach einem Hersteller für das "Gphone" sein, so das "WSJ". Weitere Spekulationen sprechen von einem Marktstart Anfang 2008.
Lehrer machen Druck auf YouTube
Die britische Lehrervereinigung Professional Association of Teachers [PAT] fordert im Kampf gegen Internet-Mobbing die Schließung von Online-Plattformen wie YouTube. Die Plattformen würden zu sehr zur Verbreitung von Mobbing und Cyberbullying beitragen und dadurch eine große Gefahr für Schüler und Lehrer darstellen.
Keine Eile bei IPv6 in Österreich
Ein neuer Vorschlag, nach dem das US-Internet bis 2011 vollständig auf IPv6 umgestellt sein soll, wirft die Frage auf, warum die Migration auf das neue Protokoll auch in Österreich wesentlich langsamer vonstatten geht als ursprünglich gedacht.
Technisch ist man in Österreich seit Jahren bereit, doch die Nachfrage nach dem neuen Protokoll ist schwach.
"Es fehlt die Killerapplikation", sagt Robert Schischka, Technischer Geschäftsführer der österreichischen Registry nic.at, gegenüber ORF.at. "Außerdem fehlt der Leidensdruck zur Umstellung. IPv6 wird so gut wie nicht genutzt."
Die Endkunden seien an IPv6 nicht interessiert, nur Großunternehmen würden bei der Anschaffung von Gerätschaften auf Zukunftskompatibilität achten.
Nächster Roboter erkundet den Mars
Dreieinhalb Jahre sind die beiden Mars-Rover "Spirit" und "Opportunity" bereits auf dem Mars unterwegs. Trotz leichter Beschädigungen arbeiten beide Roboter immer noch fleißig und liefern ständig neue Bilder des Roten Planeten.
Diese Woche ist nun der nächste NASA-Roboter, der Lander "Phoenix", vom US-Raumfahrtbahnhof Cape Canaveral auf die zehnmonatige Reise zum Mars gestartet.
Gelingt die Landung, wird der mit einem strahlengehärteten Bordcomputer ausgestattete Lander drei Monate lang nach Wasser graben, um es dann auf Spuren von Lebensformen zu untersuchen.
Mobiles Breitband boomt weiter: Rund 500.000 surfen via Mobilfunk im Internet. Damit häufen sich aber auch die Probleme, vor allem bei der Geschwindigkeit - ORF.at hat diese Woche nachgefragt.
