31.01.2004

ATX

Österreichische Börse im Aufwind

Der Wiener Börsenindex ATX hat in den letzten Monaten eine rasante Bergfahrt hingelegt.

Seit Mai des Vorjahres ist der Index stetig gestiegen - mittlerweile um knapp 40 Prozent. Seit Jahresanfang 2004 gab es keine Woche ohne Kursplus - erst diese Woche hat der Aufstieg eine kurze Pause eingelegt.

Im Wochenverlauf gab der Index der 20 wichtigsten österreichischen Aktien um 0,8 Prozent auf 1.720,12 Punkte nach. Dass "Schwergewichte" wie OMV, Telekom Austria, Erste Bank und Wienerberger ausließen, machte sich zuletzt bemerkbar. Insgesamt brachte es der ATX im Monat Jänner auf ein stattliches Kursplus von 11,4 Prozent.

"Die Wiener Börse schwenkt jetzt langsam in ruhigeres Fahrwasser ein", kommentierte ein Analyst der Erste Bank das jüngste Geschehen. "Wir befinden uns eindeutig in einer Konsolidierungsphase."

TA-Aktie legt Pause ein

Im Blickpunkt stand in der abgelaufenen Woche die Bank Austria Creditanstalt [BA-CA]. Dort wurden am Montag die Weichen für den angekündigten Wechsel an der Vorstandsspitze gestellt. Gewinnmitnahmen gab es diese Woche vor allem bei AUA.

Die Telekom-Austria-Aktie zählt zu den Gewinnern der letzten Zeit. In den letzten drei Monaten legte das Unternehmen rund 30 Prozent zu - beflügelt nicht zuletzt durch Analystenempfehlungen, die es nach dem Anteilsverkauf durch Telecom Italia [TI] hagelte. Im Wochenverlauf gab die Telekom-Aktie freilich um 0,6 Prozent nach.

Für die Staatsholding ÖIAG hat eine weitere Privatisierung der größten österreichischen Telefongesellschaft über die Börse höchste Priorität. Andere Privatisierungsvarianten wie ein Blockverkauf an institutionelle Anleger nach dem Vorbild der TI oder der Verkauf an einen Strategen kommen zwar ebenfalls in Frage, einem Börsegang räumt die ÖIAG derzeit aber die größten Chancen ein.