29.01.2004

FERNSEHER

Kerngeschäft von Grundig verkauft

Mit dem Verkauf der Kernsparte Fernsehgeräte ist die Zerschlagung des insolventen Grundig-Konzerns besiegelt.

Das britisch-türkische Konsortium Alba/Beko übernahm die TV-Gerätesparte für knapp 80 Millionen Euro. Die Käufer verpflichteten sich, den Geschäftsbetrieb mit mindestens 200 Beschäftigten fortzuführen. Die Marke Grundig bleibt erhalten.

Bereits im November hatte der weltgrößte US-Autozulieferer Delphi Grundigs Autoradiosparte für 58 Millionen Euro gekauft.

Die europäische TV-Produktion soll aufgelöst werden. Grundig lässt bereits seit zwei Jahren den Großteil der TV-Geräte von Beko herstellen.

Beko und Alba wollen vor allem ihre Markenpräsenz in Deutschland über das Grundig-Vertriebsnetz massiv ausbauen.

Die Grundig-Aktivitäten sollen künftig in zwei Gesellschaften mit Sitz in Nürnberg aufgeteilt werden. In der einen sollen die weltweiten Serviceaktivitäten, in der zweiten das Kerngeschäft gebündelt werden.