Kerngeschäft von Grundig verkauft
Mit dem Verkauf der Kernsparte Fernsehgeräte ist die Zerschlagung des insolventen Grundig-Konzerns besiegelt.
Das britisch-türkische Konsortium Alba/Beko übernahm die TV-Gerätesparte für knapp 80 Millionen Euro. Die Käufer verpflichteten sich, den Geschäftsbetrieb mit mindestens 200 Beschäftigten fortzuführen. Die Marke Grundig bleibt erhalten.
Bereits im November hatte der weltgrößte US-Autozulieferer Delphi Grundigs Autoradiosparte für 58 Millionen Euro gekauft.
Zu Grundigs Sparte Unterhaltungselektronik gehören neben den Fernsehern auch Hi-Fi- und Video-Anlagen, CD- und DVD-Player sowie Forschung und Service.
BekoDie europäische TV-Produktion soll aufgelöst werden. Grundig lässt bereits seit zwei Jahren den Großteil der TV-Geräte von Beko herstellen.
Beko und Alba wollen vor allem ihre Markenpräsenz in Deutschland über das Grundig-Vertriebsnetz massiv ausbauen.
Die Grundig-Aktivitäten sollen künftig in zwei Gesellschaften mit Sitz in Nürnberg aufgeteilt werden. In der einen sollen die weltweiten Serviceaktivitäten, in der zweiten das Kerngeschäft gebündelt werden.
Die Österreich-Tochter von Grundig war im Mai 2003 in die Insolvenz geschlittert und hatte mit Passiva von 154 Mio. Euro den Konkurs angemeldet. Am 1. Dezember wurde der Maschinenpark an den türkischen TV-Gerätehersteller Profilo Telra um 5,6 Mio. Euro verkauft.
Profilo Telra
