ÖIAG will TA über die Börse privatisieren
Für den Vorstand der Staatsholding ÖIAG, Peter Michaelis, hat eine weitere Privatisierung der börsennotierten Telekom Austria [TA] über die Börse höchste Priorität.
"Der Weg über die Börse hat hohe Attraktivität und steht auf der Prioritätenliste ganz oben", sagte Michaelis am Mittwochabend in der ZiB1. Die ÖIAG hält 47,2 Prozent an der TA.
Die TA sei bezüglich einer feindlichen Übernahme nicht gefährdet, meinte Michaelis. Es gebe grundsätzlich keine Eile bei der TA-Privatisierung, die laut Regierungsauftrag bis zum Ende der Legislaturperiode, also bis Ende 2006, über die Bühne gehen soll.
Über eine Übernahme des bulgarischen Mobilfunkbetreibers MobilTel, der sich im Eigentum österreichischer Investoren um den Industriellen Josef Taus befindet, würden derzeit "Überlegungen angestellt", bestätigte Michaelis. Die TA selbst hat bestätigt, nach wie vor an der MobilTel interessiert zu sein.
TA verhandelt wieder um MobilTelSpekulationen über Swisscom
Der Schweizer Telefonkonzern Swisscom könnte sich bei der TA wieder ins Spiel bringen. Das eingenommene Geld aus dem für Februar erwarteten Verkauf der deutschen Mobilfunktochter Debitel wäre für Swisscom-Chef Jens Alder eine gute Gelegenheit, sein Angebot für die TA aufzubessern, berichtete die "Financial Times Deutschland" in ihrer Mittwoch-Ausgabe.
Im vergangenen Jahr waren Gespräche zwischen der ÖIAG und den Schweizern wegen unterschiedlicher Preisvorstellungen gescheitert. Die ÖIAG hatte dem Vernehmen nach 13 Euro je Aktie verlangt, während die Swisscom elf Euro geboten haben soll.
Erst im November hatte Alder vor Journalisten bekräftigt: "Unser Interesse an der Telekom Austria ist ungebrochen." Die Preisvorstellungen der Österreicher seien aber nach wie vor zu hoch, hatte der Swisscom-Boss damals gesagt.
