Deutsche Telekom will AT&T nicht
Deutsche-Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke hat einer immer wieder ins Gespräch gebrachten Übernahme von AT&T Wireless durch T-Mobile USA indirekt eine Absage erteilt.
"Die Deutsche Telekom befindet sich nicht in Akquisitionsnot", sagte Ricke am Mittwochabend auf einer Presseveranstaltung seines Unternehmens in Berlin. "Wir haben gelernt: Folge lieber deiner eigenen Agenda, als dass du der Agenda anderer folgst."
AT&T Wireless zum Verkauf
In den USA steht die Mobilfunktochter des Telekom-Giganten AT&T
zum Verkauf an. Zu den Kaufinteressenten gehören nach Ansicht von
Experten der japanische Telefonriese NTT DoCoMo, Cingular Wireless,
das Gemeinschaftsunternehmen von SBC Communications und Bellsouth,
sowie Nextel Communications und die britische Vodafone. Gelegentlich
wurde aber auch T-Mobile USA als möglicher Käufer ins Gespräch
gebracht.
T-Mobile USARicke verwies auf die guten Ergebnisse von T-Mobile USA im jüngsten Geschäftsquartal. "Das war ein tolles Quartal, das unsere Erwartung übererfüllt hat." Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr die Zahl seiner Kunden um 3,2 Millionen auf 13,1 Millionen steigern können, davon über eine Million im vierten Quartal.
Die DT konzentriere sich darauf, T-Mobile USA als Teil der gesamten T-Mobile weiterzuentwickeln, sagte Ricke. Die DT hatte ihre US-Tochter Mitte 2001 mit damals 5,4 Millionen Nutzern für rund 40 Mrd. USD erworben.
