Infineon-Finanzchef muss gehen
Nach nur drei Monaten
Nach nur drei Monaten im Amt muss Infineon- Finanzvorstand Rüdiger Günther gehen. In einer Aufsichtsratssitzung wurde dem 49-Jährigen am Montag eine Trennung nahe gelegt. Es müssten noch die Modalitäten der Vertragsauflösung geklärt werden, hieß es am Montag nach der Sitzung in Branchenkreisen.
Im Umfeld des Unternehmens wurde auf den autoritären Führungsstil Günthers verwiesen. Zudem habe sich gezeigt, dass die Halbleiterbranche eigene Gesetze habe. Günther war zuletzt Chef des Landmaschinen-Herstellers Claas.
"Dunkle Ecken ausgeleuchtet"
In Branchenkreisen wurde auch spekuliert, Günther sei bei dem Versuch, dunkle Ecken des Konzerns auszuleuchten, auf Widerstände gestoßen. Offenbar habe der Finanzmanager versucht, frühere Bilanzierungspraktiken bei Infineon gründlicher aufzuarbeiten, als dies manchen im Konzern lieb war, berichtete manager-magazin.de. Ein Unternehmens-Sprecher wollte die Spekulationen nicht kommentieren.
Interner Nachfolger favorisiert
Nachfolger Günthers soll nun wieder ein Interner werden. Mit dem externen Kandidaten habe man ja keine guten Erfahrungen gemacht, hieß es im Umfeld des Unternehmens.
Der neue Finanzvorstand solle Branche und Unternehmen kennen.
(APA | dpa | Reuters)
