Lizenzbestimmung verhindert Zip-Chaos
Die führenden Anbieter des Kompressionsstandards Zip haben ihr Kriegsbeil begraben, die drohende Aufspaltung des Standards wurde verhindert.
Das berichtet das Magazin "Computerwelt". WinZip und PKWare haben sich darauf geeinigt, dass die neuesten Betaversionen die mit dem jeweils anderen Produkt erzeugten und verschlüsselten Dokumente lesen können.
Aus Sicht der User ist damit das Problem beseitigt, dass sich beide Anbieter für unterschiedliche Verschlüsselungsverfahren entscheiden.
WinZip will PKWare-Methode nicht akzeptieren
Allerdings hat WinZip das von PKWare bevorzugte RSA-Verfahren
noch nicht als Standard anerkannt. "Ob es einen Standard gibt oder
nicht, ist jedoch bis zu einem gewissen Grad irrelevant, da beide
Unternehmen die gegenseitigen Standards implementieren werden",
sagte WinZip-Präsident Edwin Siebesma.
WinZip entlarvt Mozarts "Ghostwriter""Proprietäres Format"
Nach Darstellung von Siebesman brachte PKWares im Oktober vorgestelltes neues Lizensierungsprogramm den Stein für eine Einigung ins Rollen. Im Rahmen der Vereinbarung können Wettbewerber eine kostenlose SecureZIP-Lizenz erhalten.
Einen vollständigen Friedensschluss bedeutet die Vereinbarung aber offensichtlich noch nicht. Die Unterstützung für SecureZIP in WinZip 9 Beta 3 wird in den Release-Notes nur am Rande erwähnt. Und in der Ankündigung von PKWare heißt es, der Support für WinZips "proprietäres" Format ermögliche es Nutzern, "von WinZips Beta-Verschlüsselung auf SecureZip zu wechseln".
