Ein "virtuelles Tor zum Hohen Haus"
Nationalratspräsident Andreas Khol [ÖVP] hat am Freitag im Rahmen einer Pressekonferenz die neue Website des Parlaments präsentiert, "ein neues virtuelles Tor zum Hohen Haus" wie er sagte.
Schon die bisherige Parlamentshomepage habe 27,5 Millionen Zugriffe pro Tag verzeichnet, sagte der Nationalratspräsident und nannte es als Ziel, diese Zahl weiter zu steigern und noch mehr Bürger einzuladen, sich auf der neuen Website mit allen Seiten des Parlamentarismus, mit dem Gebäude und den Menschen, die darin arbeiten, vertraut zu machen.
Derzeit noch in Arbeit ist eine eigene englischsprachige Website des Parlaments.
"Wir wollen den Internet-Touristen, der nicht sehr viel Fachkenntnisse hat, ebenso dazu verlocken, sich auf unserer Homepage aufzuhalten, wie wir die spezifischen Informationen über die Gesetzgebung im Nationalrat und Bundesrat anbieten, die die Fachuser, etwa Dissertanten und Wissenschaftler, brauchen."
ParlamentTransparenz angestrebt
Khol unterstrich das Recht der Bürger auf Information über das Parlament - "der Parlamentarismus darf keine Geheimwissenschaft sein" - und zeigte sich überzeugt, dass die neue Website das Parlament noch transparenter machen werde.
Die Details der neuen Website präsentierte dann Content-Managerin Ines Kerle. Sie erläuterte, dass das bisherige Angebot neu strukturiert und in einigen Bereichen auch inhaltlich ergänzt wurde. Gleichzeitig wurden das Design und die Navigation einer "Runderneuerung" unterzogen.
Neu auf der Website sind unter anderem aktuelle Schlagzeilen über das parlamentarische Geschehen, kurze, informative Erläuterungen über den Nationalrat und den Bundesrat, aufbereitete Informationen über Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung, Informationen über die Mitwirkungsrechte des Parlaments in EU- Angelegenheiten und die internationalen Kontakte des Parlaments sowie ein Glossar mit Erläuterungen parlamentsspezifischer Begriffe.
Um eine möglichst große Öffentlichkeit auf die neue Homepage des Parlaments aufmerksam zu machen, wird es in der nächsten Zeit in den Abend- und Nachtstunden eine Projektion auf das Parlamentsgebäude - an der Vorderfront, und zwar auf der Seite des Palais Epstein - geben, teilte Khol mit.
Ein WLAN für das ParlamentMehr Inhalt
Unter dem Menüpunkt "Wer ist wer" findet man biografische Daten über alle Akteure im Parlament und kann über Landkarten auch die Abgeordneten des eigenen Wahlkreises bzw. die Bundesratsmitglieder des eigenen Bundeslandes finden.
Sämtliche Verhandlungsgegenstände des Nationalrats und des Bundesrats, zum Beispiel Gesetzesentwürfe, schriftliche Anfragen und Berichte, findet man - in der Regel im Volltext - im Menüpunkt "Parlamentarisches Geschehen". Hier sind darüber hinaus Informationen über Plenar- und Ausschusssitzungen und die Meldungen des Parlamentarischen Pressedienstes [Parlamentskorrespondenz] abrufbar.
Der Menüpunkt "Besuchen Sie uns" informiert über Parlamentsführungen, zeigt, wie die Bürger Ausschuss- und Plenarsitzungen des Nationalrates und des Bundesrates besuchen können und wie sie Zutritt zum Parlament bekommen. Ein illustrierter Rundgang durch das Parlamentsgebäude sowie die Bilder- und Skulpturenserie "Entdeckungen und Begegnungen" bieten Kulturbegeisterten vorab Ansichten des architektonischen Gesamtkunstwerks von Theophil Hansen an der Wiener Ringstraße.
Mäuse greifen Parlamentsrechner an
