"Windows" im ganzen Haus
Von außen sieht es aus wie ein gewöhnliches Haus, doch eines unterscheidet den 1.800 Quadratmeter großen Prototypen im verschneiten Utah von anderen Gebäuden: die Glasscheiben.
Sie können per Knopfdruck von durchsichtig auf milchig umgestellt werden und fungieren gleichzeitig als Lautsprecher, Computer-Bildschirm und TV-Gerät.
Das innovative Haus wurde von dem US-Fensterhersteller Andersen Windows gemeinsam mit dem Mediengiganten Time Warner errichtet und soll am Donnerstag eröffnet werden. Es dient als Schauraum für die neuen Fensterprodukte.
Über die Kosten des Hausprojekts hüllen sich die Hersteller in Schweigen. Die Bauzeit betrug ein Jahr und statt mit Grundrissen wurde bei der Planung mit "Wandrissen" gearbeitet.
Andersen WindowsFenster ersetzen Trennwände
Überall im Haus finden sich die High-Tech-Scheiben. Ob im Dach eingelassen, als Raumtrenner, im Badezimmer oder an der Hausfront, einige Räume kommen sogar ganz ohne Wände aus.
Von allen vier Seiten mit Glas umschlossen, kann der Raum nach Belieben von der Sonne durchflutet oder die Privatsphäre mit aktiviertem Milchglas geschützt werden.
"Diese Technologien gibt es zwar schon länger, doch bisher sind sie noch so teuer, dass es mich wirklich überrascht, dass es nun jemand gewagt hat, sie einzusetzen," so Jim Benney vom National Fenestration Rating Council.
Spiegel als Monitor bei Philips
Philips hat mit "Mirror-TV" einen Flachbildschirm hinter einem
polarisierten Spiegel, der beinahe 100 Prozent des Lichts des
Displays durchlässt, vorgestellt. In Zukunft könnten damit während
des Rasierens oder Zähneputzens die Nachrichten oder Börseninfos
gesehen werden.
Ein Fernseher hinterm SpiegelFenster wird zum Touch-Screen
Die exotischen Fenster sehen dabei rein äußerlich genauso aus wie herkömmliche Scheiben. Sie sind mit einem Mikrofaser-LCD ausgestattet und können so auf Knopfdruck undurchsichtig werden oder das Bild eines Fernsehprojektors wiedergeben.
In andere Scheiben ist der Computer-Monitor gleich integriert, sodass Informationen ohne zusätzliche Projektion dargestellt werden können. Sogar die Eingabe über Touch-Screen ist möglich.
Bild und Ton sollen nach Angaben des Herstellers sowohl im Lautsprecher- als auch im TV-Modus in hoher Qualität geboten werden.
Zu welchem Preis die Multifunktionsscheiben verkauft werden, ist noch nicht bekannt. Klar ist jedoch, dass Andersen damit vor allem die betuchtere Kundschaft ansprechen möchte.
"Sound Windows" von Matsushita
Matsushita setzt bei seinen "Sound Windows" dünne, transparente
Folien ein, die mit Luftdruck in Schwingungen versetzt werden. Die
Lösung soll bei Fenstern jeglicher Formen und sogar bei
Touch-Screens zum Einsatz kommen können.
Alle Flächen werden zu Lautsprechern
