Wahlkampf im Netz heute eröffnet
Der Wahlkampf zur Bundespräsidentenwahl ist nun auch im Netz angelaufen.
Die Site von Außenministerin Benita Ferrero-Waldner [ÖVP] ist seit heute online - Weblog inklusive. "Ich muss zugeben, dass ich natürlich vor der Internet-Generation aufgewachsen bin und mich mit diesem Medium erst einmal vertraut machen und auseinander setzen musste", so die Kandidatin.
Ein Apache-Server steht bereit, anonsten sind auf dem betreffenden Server allerhand Services und Protokolle abgedreht wie FTP, ICMP etc., die gefährlich werden könnten.
Wie "Der Standard" berichtet, wurde von der ÖVP außerdem die Domain benito.at gesichert, um zu verhindern, dass während des Wahlkampfs von politischen Gegnern damit Allotria getrieben wird, wie es in US-Wahlkämpfen längst üblich ist.
Warum "Benito"
"Benito" geht auf einen mittlerweile legendären Lapsus Linguae
von Bundespräsident Thomas Klestils zurück, der die Außenministerin
bei ihrer Angelobung so angesprochen hatte.
Die offizielle Website der Kandidatin in speSchlicht, mit viel Gusenbauer
Die Website des Zweiten Nationalratspräsidenten und SPÖ-Kandidaten Heinz Fischer, die deutlich davor ins Netz ging, glänzt durch ihre Schlichtheit und versucht sich auch nicht in Parteiferne.
Das Link-Menü beginnt links oben mit einem Link zur SPÖ und endet rechts mit einem Link zu Parteichef Alfred Gusenbauer, der auch im Audiobereich die oberste Rolle auf der Site Fischers beim Auftakt des Netzwahlkampfes spielt.
Hinter der Adresse heinz-fischer.at stehen Apache- und PHP-Maschine von spoe.at, die Website trägt dazu den Copyright-Vermerk der SPÖ.
Die Search-Engine der Site funktionierte am Donnerstag jedenfalls noch nicht, wobei es freilich noch nicht sehr viel zu durchsuchen gibt.
Die offizielle Website des KandidatenPotenziellen Satirikern, die etwa mit "benito.org" etwas anzufangen wüssten, wurde durch die Gegebenheiten des Netzes eine finanzielle Hürde aufgestellt. Ein Domain-Squatter bietet die Adresse nämlich
für stolze 488 USD feil.Ein weiterer Anwärter für das Bundespräsidentenamt, Wolfgang Pöltl, ist schon länger mit einer Wahlkampsite online. Der Hotline-Betreiber will ohne Parteiunterstützung das hohe Amt erringen.
Wolfgang Pöltl
